Mein größtes Emeto-Problem im Alltag ....

Zwischenmenschliches, Schwierigkeiten durch Schule oder Arbeit, eigene Macken und die Suche nach Gemeinsamkeiten, lustige Situationen oder auch mal unangenehme... - das alles ist genau hier richtig!

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Strandurlaub

Mein größtes Emeto-Problem im Alltag ....

Beitragvon Strandurlaub » 05.08.2012, 20:01

....besteht bedauerlicherweise in der Emeto-Angst während des Zähneputzens und bei Zahnarztbesuchen....

Zähne putze ich am liebsten, wenn ich mich am stabilsten fühle in punkto Emetophobie...und ich gewiss bin, dass wenig Brechreiz folgen wird, oder dass ich mal was während des Putzens ins Becken spuc*en muss, da sich ja so auch gerne mal was im Rachen (Schlei*) lösen will...soll es ja auch...nur soll es mir weder Angst noch Ekel und damit wieder Angst erzeugen...:(

Werde ich vielleicht auch noch in den Griff bekommen. Helfen tut mir sicherlich viel Entspannung .....noch bin ich einfach nur heilfroh, wenn der Putzvorgang einfach nur rum ist. :|

Liebe Grüße, Strandurlaub :juggle:

Luna26
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Re: Mein größtes Emeto-Problem im Alltag ....

Beitragvon Luna26 » 07.08.2012, 12:52

Nur so eine Frage... wie weit hinter gehst du mit der Zahnbürste dass da Brechreiz ausgelöst wird? Ich kenne das Problem aber dann gehe ich mit der Zahnbürste halt nicht ganz so weit in den Rachen rein, dass es mich würgt :wink: . Putzt du dir bei akut-Emo-Angst denn nicht die Zähne? Ist eher kontraproduktiv, wenn du vorm Zahnarzt auch Angst hast! Da ist Zähneputzen ja wohl das kleinere Übel als 100 Geräte im Mund und ein Zahnarzt der in den tiefsten Tiefen deines Rachens rumstochert... :wink: . Also: Versuch trotzdem dir die Zähne zu putzen und fahr mit der Bürste halt nicht so weit in den Mund rein!

aniiram
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Re: Mein größtes Emeto-Problem im Alltag ....

Beitragvon aniiram » 11.08.2012, 15:43

Oh das kenn ich. Das hatte ich auch während meiner schlimmen Emo-Zeit, direkt nach der MDG.

Luna26 hat geschrieben:wie weit hinter gehst du mit der Zahnbürste dass da Brechreiz ausgelöst wird?

Ja probier einfach mal, nicht zu weit nach hinten zu putzen. Also mal für die ersten Tage. Kannst ja noch immer zusätzlich ne Mundspülung und Zahnseide/band verwenden, damit da gut geputzt ist. Und dann gewöhnt man sich wieder dran. Kann einfach sein, dass da gerade alles gereitzt ist.

In meiner schlimmen Zeit dachte ich nur so: "scheiße, jetzt muss ich essen, da ist mir schlecht. Super, dann auch noch Zähneputzen, da würg ich ja jedes Mal. Dann schlafen, super, ich kann ja sowieso nicht einschlafen und schlecht ist mir auch noch dabei". Keine Ahnung, was dir da so für Gedanken kommen vorm Zähneputzen. Aber wenn man schon mal so wie ich denkt, dann kommts meist auch so, wie man es sich vorstellt, weil man schon davon ausgeht.

Ich bin dann davon weggekommen, weil ich absichtlich weiter hinten geputzt hab und gemerkt hab, okay, da kommt ein Würger, aber umbringen tut er mich nicht. Und wenn man so weit hinten putzt, ist das eh normal, dass man würgt. Ich dachte mir dann einfach, "scheiß drauf, und wenn ich davon kotze, ich putze jetzt normal Zähne und lass mich nicht von der Panik verschrecken". Und es ging langsam besser ;) Also hab auch beim Zähneputzen der Panik den Kampf angesagt.
Vielleicht hilft dir dieser Gedankenanstoß ;)
"Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten." - Albert Einstein.

Strandurlaub

Re: Mein größtes Emeto-Problem im Alltag ....

Beitragvon Strandurlaub » 15.08.2012, 19:48

Hallo ihr Lieben,

freue mich über eure Antworten. Also, in der Zeit, in der ich mich weniger stabil fühle, also, wo schon alles spannt im Rachen / Gaumen - Bereich, evtl. aufgrund von aktueller psychischer / emotionaler Anspannung, dann schiebe ich es vor mich hin, lasse es ausfallen - manchmal kann ich es auch trotzdem machen. Manchmal ist es dann weniger schlimm, manchmal verschlimmert es meinen Anspannungszustand, wo ich dann verstärkt reinrassle.

Es weniger die Angst brec*en zu müssen, mehr die Angst, würgen zu müssen, was evtl. dann in Brechen ausarten könnte ... oder so :?

Beim Zahnarzt ist es mir sehr unangenehm, die vielen Geräte im Mund halte ich gar nicht aus. Wenn es möglich ist, verwendet mein Zahnarzt Instrumente für Kinder. Neulich war ich bei einem anderen Zahnarzt, der verwendete einen Spiegel, der viel größer und viel schwerer für mich war, das fiel mir schon unangenehm auf.

Bei mir geht es um eine dringend nötige Überkronung... :shock:

So tief gehe ich eigentlich gar nicht in den Mund. Wenn ich eher wackelig bin, dann stelle ich mir vor, dass ich mit der Zahnbürste (elektr.) nur die vorderen Zähne bearbeite - damit ich es überhaupt tue ...man, es ist ja so wichtig! Manchmal komme ich dann trotzdem gut hinten an die Zähne und es passiert groß nichts, manchmal bleibt es bei vorne - und dann breche ich ab.

Mundspülung benutze ich nicht, wenn würde ich eine mit leckerem Geschmack benutzen. Genau das will ich jetzt mal bei ner Zahnpaste benutzen. Die Kinder-Zahnpasten. Elektr. Zahnbürste ist übrigens auch ganz gut :wink:

ja, aniiram, so ähnlich kenne ich es auch, wie du es beschreibst.

Liebe Grüße, Strandurlaub :x

Janinchen_007

Re: Mein größtes Emeto-Problem im Alltag ....

Beitragvon Janinchen_007 » 16.08.2012, 10:06

Ich denke, eine große Rolle spielt hier auch deine Erwartungsangst. Wenn man vorher schon erwartet, dass man während dem Zähneputzen würgen muss, dann beschwört man diese Reaktion ja quasi voraus und es wird wahrscheinlich so eintreffen. Ganz ehrlich: Es mag vielleicht doof klingen, aber vielleicht kannst du dich beim Zähneputzen ein bisschen ablenken, indem du z.B. laut Musik anmachst, die du gerne hörst und dabei ein bisschen hin und her schwingst oder so... nur als Beispiel. Versuch dich mal, auch wenns schwer ist, auf irgendwas anderes zu konzentrieren. Vielleicht klappt das ja, als wenn du beim Zähneputzen immer nur darauf konzentriert bist, nicht würgen zu müssen.

Und noch was: Ich habe diese Probleme beim Zähneputzen eigentlich nicht, dass ich würgen muss. Mir ist das aber auch schon ein paar vereinzelte Male passiert und zwar, wenn ich zu viel Zahnpasta genommen und dadurch zu viel Schaum im Mund hatte. Dann vielleicht einfach den überschüssigen Schaum ausspucken oder weniger nehmen.

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Re: Mein größtes Emeto-Problem im Alltag ....

Beitragvon Sase » 16.08.2012, 21:55

@Kami: :lach: :lach: :lach:

@Strandurlaub: Ergänzend zu Kami kann ich anbieten (falls du es nicht schon versucht hast): A) eine Bürste mit kleinen Kopf nehmen (auch die für Erwachsene sind unterschiedlich, nd bevor du gar keine Zähne putzt halt eine für Kinder, oder eine elektrische geht auch), B) dir selbst beim Zähneputzen im Spiegel zuschauen (das klappt aber nur, wenn du ein eher "visueller Typ" bist, bei dem halt die visuelle Wahrnehmung dominant ist), vielleicht klappts auch mit toller Musik, wenn du eher ein auditiver Typ bist.
Es kann auch helfen, einfach mit der anderen Hand zu putzen, also deiner nicht dominanten Hand. Wenn du ohnehin wechselst beim putzen, kannst du trotzdem entgegen der Gewohnheit putzen.
Niemand wird kommen, um dir zu helfen - Du musst es selbst tun!

Strandurlaub

Re: Mein größtes Emeto-Problem im Alltag ....

Beitragvon Strandurlaub » 17.08.2012, 09:32

Hallo zusammen,

danke für eure Antworten.

Ja, ein bischen vermute ich auch sowas wie "selfulfilling prophecy" und versuchen mich abzulenken könnte ich mal probieren.

Ja, mein Problemdenken besteht wohl auch darin, dass ich das alles, also: würgen, brec*en und Fremdkörpergefühl im Hals etc - das ich das alles als "autonomen" Vorgang sehe, auf den ich keinen Einfluss habe. Etwas steuern kann man wohl schon...

Warum ich denke, dass diese körperlichen Vorgänge willkürlich sind auf die ich keinen Einfluss habe, dass bliebe zu klären, denn mir macht ja auch diese vermutete oder vermeintliche Willkür Angst.

Was jedenfalls klar bei mir ist: das ich denke, dass die Angst vor Erbrec*en eher eine Angst vor eventuellen Gefühlen ist, die da rauswill.

Und: wenn ich weinen muss, es mir verkneife, dann wird mir auch schnell schlecht..Oder: mir kann schlecht sein, ich kann Brec*angst kriegen..irgendwann muss ich dann heu*en äh weinen - und plötzlich ist der innere Druck weg.

Liebe Grüße, Strandurlaub :)

Liv
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Re: Mein größtes Emeto-Problem im Alltag ....

Beitragvon Liv » 06.09.2012, 00:38

Hallo,

ich war früher auch sehr empfindlich, was den Würgereflex angeht und Besuche beim Zahn- oder HNO-Arzt waren mir ein Graus. Ich fing quasi schon an zu würgen, wenn ich diesen Holz-Stab gesehen hat, mit dem der HNO mir die Zunge runterdrücken wollte, um mir in den Hals zu schauen. Bis mir ein HNO mal den Tipp gegeben hat, bei der ganzen Prozedur durch den Mund statt durch die Nase zu atmen. Dann würgt man nicht so leicht (wär ja auch gefährlich). Mir hat das geholfen und ich kann mittlerweile auch ohne weiteres meine Mandeln reinigen.

LG
liv
Angst klopfte an die Tür, Vertrauen öffnete - und niemand war draußen. (Chinesisches Sprichwort)

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