Es wurde schlimmer,Angst vor Herzinfakt/Schlaganfall

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Silvan

Es wurde schlimmer,Angst vor Herzinfakt/Schlaganfall

Beitragvon Silvan » 09.04.2012, 21:48

Guten Tag liebe Leute. Ich muss mich an dieser Stelle für meine Posts von vor 2 Jahren entschuldigen und kann nicht mehr genau sagen, weshalb ich so agressiv war.

Versuche maximale Informationen in minimalen Text zu packen.

Melde mich hier wieder, weil ich keinen Weg mehr erkennen kann. In dem letzten halben bis dreiviertel Jahr hat sich meine Emo so stark verschlimmert, dass ich ganz kurz vor dem Umkippen bin. Vorher war es nur die pötzliche Angst kotzen zu müssen. Ich bekam Schweißhände und wollte einfach nur raus. Das Herzrasen ist damals, aus jetztiger Sicht, garnicht so schlimm.
Ich habe während meiner Ausbildung weniger Probleme damit gehabt, warum auch immer. Jetzt mache ich in einem Jahr mein Abi nach und dieses Jahr ist die Hölle für mich.
Seit einem Monat gibt es für mich weder Kaffee noch Zigaretten. Diese Änderung macht sich bisher nur in der Geldbörse und der Waage bemerkbar. Habe sogar das Gefühl, dass es durch die Abstinenz von Zigaretten noch intensiver und häufiger geworden ist.

Etwa zwei mal am Tag bekomme ich Attacken. Wenn ich mit meiner Freundin zusammen in der Öffentlichkeit bin, ist dies ganz oft nach dem Essen der Fall.

Meinen Beobachtungen nach denke ich mittlerweile, dass es etwas psychosomatisches sein könnte.
Wenn ich morgens etwas zumir nehme und einen geplanten Besuch zB im Museum vor mir habe, so geht dies mit wenig Angst. Sobald meine Freundin aber etwas Spontanes mit mir unternehmen will, rasstet mein Körper vollkommen aus.

Ich werde während der Fahrt zu einem Konzert zB im Auto kreidebleich, mein Herz schlägt so schnell und so stark, dass ich denke gleich einen Herzinfakt zu bekommen. Mein Brustkorb zieht sich zusammen als ob er in einem Schraubstock eingezwengt sein würde. Die Augen fangen an zu tränen, es bildet sich ein ekelhafter Schleim im oberen Hals/Rachenbereich der einen Pfropfen gleicht der auch durch Wasser nicht weg zu spühlen ist.
Meine Atmung ist sehr heftig und unregeläßig, ich bekomme weiße Flecken auf den Armen.
Versuche mich durch die Einnahme eines FischermanFriends zu beruhigen, ein Schluck Wasser, noch ein Schluck Wasser... etwas auf der Pastille rumkauen. Ich drehe meinen Kopf etwas seitlich und drücke das Kinn fest auf mein Schlüsselbein. Dabei räußper ich und versuche den Schleim los zu werden.
Jetzt weiß ich, dass es los geht. Mein Mragen zieht sich zusammen. Meine Hände schwitzen so sehr, dass die Fischermansfriendpastille (die ich immer griffbereit habe) sich darin anfängt aufzulösen. Ein stechender Schmerz der von Mal zu Mal woanders sitzt macht sich kurz breit.

Das große Finale:
Ich halte den Kopf wieder gerade und bin etwas benommen. Jetzt ist der Schleimklotz so groß, dass ich nicht anders kann als einen Huster hervorzubringen der als erster Kotzversuch gelten sollte. Es beruhigt sich jetzt für etwa 5 Sekunden bis ich mein Innerstes völlig zusammenzieht, meine Arme, Beine und vor allem eine willkürliche Stelle am Kopf fängt an zu kribbeln, meine Augen scheinen schlechter die Umgebung wahrnehmen zu können... es dreht sich alles als ob ich betrunken wäre. Tränen schießen aus meinen Augen während ich weitere 4 bis 5 Mal huste und dabei mein Brustkorb noch mehr zusammengezogen wird.

Ab jetzt sinkt mein Blutdruck wieder... alles entspannt sich wieder und ES IST WEG! Zumindest für die nächsten Stunden, wenn ich weiterhin nichts esse.

Das passiert mit mir und es wird jedesmal etwas schlimmer. So schlimm, dass ich unfassbare Angst hab während des Autofahrens das Bewusstsein verlieren zu können.

zurückzuführen ist meine Emo auf einen Punkt im etwa 7ten Lebensjahr denke ich, als ich das Auto von meinen Eltern volgebrochen habe... ab dem Zeitpunkt. Kurz vorher habe ich die Polypen operativ undter vollnakose entfernt bekommen...

Ich werde mir eine Pulsuhr kaufen um zu sehen wie krass mein Puls in die Höhe schießt.


Weiß nicht was ich überhaupt fragen sollte... habe nach dem Zahnarzttermin einen für Krebsvorsorge bei der ich mir eine ganzkörper Röntgenaufnahme erhoffe oder sowas.
Ich bin fest davon überzeugt, dass es etwas psychosomatisches ist, da es auch von jetzt auf gleich einfach so auftreten kann und ich ja wirklich kotzen müsste wenn ich was morgens gegessen hätte.



Danke fürs Lesen

Ihr habt mein Beileid :( gut zuwissen, dass man nicht alleine ist

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Re: Es wurde schlimmer,Angst vor Herzinfakt/Schlaganfall

Beitragvon Parasomnia » 09.04.2012, 22:21

Ich werde mir eine Pulsuhr kaufen um zu sehen wie krass mein Puls in die Höhe schießt.

Was erhoffst du dir denn davon? Dass du noch mehr Angst vor einem Infarkt bekommst?

Ich bin natürlich kein Arzt, aber ich finde, das, was du da beschreibst, klingt nach einer ziemlich üblichen Panikattacke. Und die endet in der Regel nicht mit einem Herzinfarkt. Kloß im Hals, Kribbeln, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schwindel, Übelkeit, Krämpfe usw. können alles Symptome von Panikattacken sein, bishin zur Hyperventilation. Ich hatte schon Panikattacken, während denen ich nicht mehr reden konnte oder nur noch Quatsch erzählt habe. Wenn du aber fest davon überzeugt bist, dass es was Psychosomatisches ist - warum befürchtest du dann einen Infarkt? Das hab ich nicht ganz verstanden.

Sobald meine Freundin aber etwas Spontanes mit mir unternehmen will, rasstet mein Körper vollkommen aus.

Was ist an einer spontanen Unternehmung so schlimm für dich? Ich finde ja, das zeigt sehr deutlich, dass es nichts damit zu tun hat, ob du deinen Eltern nun mit sieben Jahren das Auto vollgereiert hast oder nicht, sondern was du mit dieser Spontaneität verbindest. Denn die ist es offensichtlich, die dir große Angst macht. Aber warum? Das solltest du rausfinden, statt dein Geld für einen Pulsmesser rauszupulvern.
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Re: Es wurde schlimmer,Angst vor Herzinfakt/Schlaganfall

Beitragvon Silvan » 09.04.2012, 22:34

Mein Bruder hat mehrere Polar Uhren und deshalb brauche ich kein Geld für einen Pulsmesser ausgeben.

Ich denke dass das Flauheitsgefühl in der Margengegend durch eine Miniangst ... Nervosität kommt und diese wird bei mir immer durch nicht eingeplante Lebensvariablen ausgelöst (Egal wie groß diese auch sind) Sobald mir dann etwas Unwohl ist, fängt die Panikatacke an, die den Klos im Hals auslöst. Der Klos verstärkt das die Übelkeit und mein Körper geht so ab wie beschrieben.
Ob etwas psychosomatisch ist oder nicht spielt ja bei Herzinfakten oder Schlaganfällen keine Rolle, da der hohe Puls und der Blutdruck real sein dürfte.

ich erhoffe mir davon etwas reales für mich zu haben, da meine Mitmenschen wenig bis kaum Verständnis dafür haben da sie selbst sowas nicht kennen und ich mich natürlich nicht outen will.

Den Ansatz mit der Spontanität habe ich so noch garnicht in Angriff genommen, weil mir dort direkt nichts zu einfällt. Habe dies immer so abgetan, dass diese Flauheit dadurch ausgelöst wird.
Muss mir darüber mal ein par Gedanken machen :/

Danke für deinen Kommentar

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Re: Es wurde schlimmer,Angst vor Herzinfakt/Schlaganfall

Beitragvon Parasomnia » 09.04.2012, 22:42

Ob etwas psychosomatisch ist oder nicht spielt ja bei Herzinfakten oder Schlaganfällen keine Rolle, da der hohe Puls und der Blutdruck real sein dürfte.

Mag sein, aber ich habe noch nie gehört, dass jemand infolge einer Panikattacke einen Herzinfarkt erlitten hat. Der Körper kann diesen absoluten Alarmzustand nicht lange aufrechterhalten und fährt irgendwann automatisch (!!!) wieder runter, wenn keine reale Bedrohung vorliegt. Das heißt nicht, dass man nicht noch angespannt oder nervös sein kann, aber diese extreme Panik hält nicht länger als zehn bis zwanzig Minuten maximal. Und von zehn Minuten Herzrasen bekommt man keinen Herzinfarkt! Vielleicht solltest du dich ein bisschen über Panikattacken informieren, um diese Angst etwas einzudämmen. Die Gedanken, die du zu Panikattacken hast, sind nicht ungewöhnlich. Viele Betroffene denken, dass sie sterben könnten oder verrückt werden oder auf der Stelle umkippen oder so. Das passiert aber nicht. Ich habe schon viele Menschen kennengelernt, die unter einer Angststörung und Panikattacken litten, die meisten in der Klinik in einer Betroffenengruppe. Und da ist niemand umgekippt, niemand hat lebensbedrohliche Schäden erlitten oder sonst irgendwas. Panikattacken sind nicht lebensbedrohlich, auch wenn sie sich so anfühlen.

Sieh dir das mal an - http://www.depash-nordhessen.de/html/de ... slauf.html

da meine Mitmenschen wenig bis kaum Verständnis dafür haben da sie selbst sowas nicht kennen und ich mich natürlich nicht outen will.

Wie sollen deine Mitmenschen für etwas Verständnis haben, was du ihnen nicht erklärst?

weil mir dort direkt nichts zu einfällt.

Manchmal muss man eben auch etwas länger über etwas nachdenken. Für mich ist es sehr eindeutig, dass das eine mit dem anderen zusammenhängt und dir an diesen spontanen Unternehmungen offensichtlich irgendwas Angst macht. Die Frage ist: Was denkst du dann? Was ist dein Horrorszenario, wenn deine Freundin sagt: Komm, lass uns jetzt spontan ins Kino oder irgendwas dieser Art. Was denkst du dann? Was könnte schlimmstenfalls dann passieren?
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Re: Es wurde schlimmer,Angst vor Herzinfakt/Schlaganfall

Beitragvon Silvan » 09.04.2012, 23:09

Und von zehn Minuten Herzrasen bekommt man keinen Herzinfarkt!

Das kann man so sagen? Ich weiß, dass der Körper sich beruhigt aber innerhalb von 10 Minuten an der Belastungsgrenze kann doch ein Gerinsel platzen... Mein Vater hatte zwei Herzinfakte und meine Mutter zwei Schlaganfälle und eine Gehirnblutung wobei die Gehirnblutung ihr nahezu den Rest gab. (Rollstuhl/Halbseitigelehmung)

Vielleicht solltest du dich ein bisschen über Panikattacken informieren, um diese Angst etwas einzudämmen. Die Gedanken, die du zu Panikattacken hast, sind nicht ungewöhnlich./quote]
Die Seite im Netz kannte ich jetzt noch nicht, aber diesen Kreislauf der Angst konnte ich durchaus selbst ergründen. Werde mir natürlich auch die Seite anschauen. Habe mich schon etwas mit psychologischen Ursachen beschäftigt und lese seit Jahren regelmäßig die Zeitschrift Gehirn&Geist um neue Denkansätze zu bekommen und um zu verstehen was mit mir los ist.


Wie sollen deine Mitmenschen für etwas Verständnis haben, was du ihnen nicht erklärst?

Ich werde natürlich nicht allen Freunden und Freundesfreunden mein Problem auf die Nase binden, weil ich mich dann noch mehr schämen würde... eigentlich bin ich sehr grob zu anderen und eher kühl, was mir Rückendeckung gibt im Bezug auf meine geistige Gefühlswelt. Auch wenn ich innerlich zeitweise ein Wrack bin soll niemand meinen dürfen dass ich schwach sei. Dafür bin ich auch eigentlich bekannt denke ich.

Die Frage ist: Was denkst du dann? Was ist dein Horrorszenario, wenn deine Freundin sagt: Komm, lass uns jetzt spontan ins Kino oder irgendwas dieser Art. Was denkst du dann? Was könnte schlimmstenfalls dann passieren?


Das ist eine gute Frage. Der Zeitpunkt bzw auslösende Gedanke ist glaube ich die Angst davor das Gesicht zu verlieren in dem ich vor anderen kotzen würde. Je wichtiger die Personen sind auf die ich treffe, desto größer ist die Angst. Vor allem bei fremden Menschen habe ich Angst davor. Deshalb suche ich immer ruhige Orte die leer von Menschen sind um runter zu kommen. Ich laufe zum Teil 10 Minuten durch die Stadt bis ich einen menschenleeren Fleck gefunden habe wo ich theoretisch kotzen könnte ohne das hinterher weg machen zu müssen.

Die Panikattacken werden damit beendet dass ich quasi kotze, wobei ich ja nicht kotzen kann aufgrund meines leeren Margens für den ich provilaktisch gesorgt habe in dem ich nichts esse bevor ich rausgehe. Wenn ich nach zwei bis drei Würgversuchen nichts bzw nur wenig rausbekomme und mir selbst sage, dass ich garnicht kotzen kann, beruhige ich mich wieder.

Ich habe vor einem Monat an einer Mappenbesprechung an einer Kunstuni teilgenommen und dort wurden alle Arbeiten von allen Bewerbern auf dem Tisch ausgebreitet und ich war der letzte bei dem alle drumherum standen und drauf geschaut haben. Je weniger Arbeiten übrig waren, desto nervöser wurde ich. Ich bin dann zwischenzeitlich aufs Klo gegangen und habe mir den Finger in den Hals gesteckt um den Brechreitz auszulösen und diesmal half das nichtmal viel. Erst als fast alle anderen Mitbewerber gegangen waren habe ich praktisch alleine mit den Dozenten meine Mappe besprechen können ohne großartig nervös zu sein.

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Re: Es wurde schlimmer,Angst vor Herzinfakt/Schlaganfall

Beitragvon Parasomnia » 09.04.2012, 23:32

Das kann man so sagen?

Ja! Es ist was anderes, ob ich aus anderen gesundheitlich wirklich bedenklichen Gründen einen Herzinfarkt oder Schlaganfall habe oder ob ich eine Panikattacke habe. Ich kann dir das nicht medizinisch fundiert erklären, ich bin kein Arzt, aber wenn mit deinem Herzen alles in Ordnung ist - wovon ich jetzt einfach mal ausgehe - wirst du durch zehn Minuten Belastung keinen Herzinfarkt bekommen. Wie hast du sonst den Schulsport überlebt? 3000 Meter Lauf? Du bist nicht alt und gebrechlich, du traust deinem Körper bloß sehr wenig zu offensichtlich.

Dafür bin ich auch eigentlich bekannt denke ich.

Also, ich kenne dich nicht. Woher soll ich das wissen?
Und ich glaube, diese Art und Weise, mit sich und anderen umzugehen, ist nichts, worauf man stolz sein kann oder sollte. Jeder Mensch ist mal schwach oder hat Probleme. Was glaubst du denn, was die Leute dann denken, wenn sie davon erfahren, dass es dir auch mal nicht gut geht? Das wäre vielleicht auch ein Ansatz. Nicht immer den Obercoolen raushängen lassen, der alles wuppt. Offensichtlich verstellst du dich ja permanent, gesund ist das auch nicht. Statt das immer weiter auszubauen, solltest du dir mal überlegen, was daran so schlimm ist, schwach zu sein. (Ich meine übrigens auch nicht, dass man jedem seine Probleme auf die Nase binden muss, aber wenn man verstanden werden will, muss man halt reden)

Der Zeitpunkt bzw auslösende Gedanke ist glaube ich die Angst davor das Gesicht zu verlieren in dem ich vor anderen kotzen würde

Was glaubst du, denken die anderen Menschen, wenn du vor ihnen kotzen würdest?

wobei ich ja nicht kotzen kann aufgrund meines leeren Margens

Das ist ein ziemliches Fehlurteil. Du kannst sehr wohl mit leerem Magen kotzen, wenn dringend was raus muss. Und das ist viel viel schlimmer.

Erst als fast alle anderen Mitbewerber gegangen waren habe ich praktisch alleine mit den Dozenten meine Mappe besprechen können ohne großartig nervös zu sein.

Klingt eher nach Sozialphobie. Nach panischer Angst vor Ablehnung als nach Emetophobie. Ein Emetophobiker würde sich nie im Leben den Finger in den Hals stecken, scheißegal, wie mies es ihm geht. Er würde eher märtyrerhaft die Übelkeit ertragen.
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Re: Es wurde schlimmer,Angst vor Herzinfakt/Schlaganfall

Beitragvon Silvan » 09.04.2012, 23:43

Ich habe früher immer die Überlkeit heroisch ertragen bis die Panikattacken zum Würgereitz geführt haben. Nach diesem Würgereitz beruhige ich mich immer und damit dieser Zustand für mich schneller eintritt habe ich dies seit geraumer Zeit dieses Schema befolgt. Die eine soziale Phobie war auch bei mir das naheliegenste gewesen, trifft aber wenn dann nur sehr wenig zu. War jahrelang der Klassenclown. Auf der anderen Seite konnte ich aber nie ein Referat vor der Klasse halten ohne eine Panikattacke zu schieben. Vor allem wenn meine Freundin mich vorstellen will, werde ich nervös und diese Nervosität geht Hand in Hand mit der Panikattacke.

Ich kann es echt nicht differenzieren und denke auch, dass es beide Phobien sein könnten.

Auf der einen Seite habe ich Angst davor mich in der Öffentlichkeit zu blamieren, auf der anderen Seite ist es das Erbrechen, welches mir diese Angst bereitet.

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Re: Es wurde schlimmer,Angst vor Herzinfakt/Schlaganfall

Beitragvon Parasomnia » 09.04.2012, 23:44

Was auch immer es nun ist - wie siehts denn mit professioneller Hilfe aus?
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Re: Es wurde schlimmer,Angst vor Herzinfakt/Schlaganfall

Beitragvon Silvan » 09.04.2012, 23:52

Wenn ich irgendwann mal das Geld und die Zeit dazu habe, werde ich natürlich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen... morgen sollte ich erstmal dem Doc sagen was emo überhaupt ist. Mein letzter Hausarzt hat mir Margentropfen verschreiben wollen... mal gucken was er morgen sagt.

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Re: Es wurde schlimmer,Angst vor Herzinfakt/Schlaganfall

Beitragvon Parasomnia » 09.04.2012, 23:58

Wieso denn Geld? Therapie bezahlt die Krankenkasse, da brauchst du kein Geld. Und Zeit findet sich, wenn man will.
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Re: Es wurde schlimmer,Angst vor Herzinfakt/Schlaganfall

Beitragvon Sase » 10.04.2012, 22:37

Ihr habt beide Recht. Eigentlich löst eine Panikattacke keinen Herzinfarkt oder Schlaganfall aus!
ABER wenn man über Jahre dauernd sowas hat, oder dauernd Anspannung und dadurch der Blutdruck quasi dauerhoch ist, dann erhöht sich in der Tat das Risiko für einen Infarkt.
Und andersrum kann für einen alten Menschen, der ohnehin schon Risikomarker hat, eine Panikattacke dann auch gefährlich werden.
Aber im Grunde ist es erst mal ungefährlich.

(Ich habe übrigens auch sofort gedacht: Panikattacke, ganz klar. Aber im Grunde solltest du damit mal zu einem Arzt gehen).
Niemand wird kommen, um dir zu helfen - Du musst es selbst tun!

Gast

Re: Es wurde schlimmer,Angst vor Herzinfakt/Schlaganfall

Beitragvon Gast » 10.04.2012, 22:52

Ich schliesse mich meinen Vorrednerinnen an, du wirst keinen Schlaganfall durch eine Panikattacke bekommen und auch keinen Herzinfarkt. Natürlich können permanente Anspannung und permanenter hoher Blutdruck irgendwann zu den Krankheitsbildern führen, da hat sase Rechtaber ich denke nicht dass du ständig darunter leidest.
Ich stolpere auch wie Parasomnia über den Satz, dass du dir den Finger in den Hals steckst um einen Würgereiz herbeizuführen. Auf den Gedanken würde definitv kein Emetophobiker kommen. Im Gegenteil, selbst wenn "es" hochkommt, versuchen manche noch wie verzweifelt das wieder runterzuschlucken.
Ich denke auch, du solltest dir professionelle Hilfe holen, du steckst ziemlich tief drin und scheintst viele Baustellen zu haben. Das wäre vllt wichtiger und dringender als sich selbst mit Zeitschriften zu versuchen zu therapieren. Und ob du Emetophobiker bist, ich weiss es nicht, ich würde eher sagen, nein.

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Re: Es wurde schlimmer,Angst vor Herzinfakt/Schlaganfall

Beitragvon silvy1978 » 12.04.2012, 08:45

Hallo Silvan!

Deine Geschichte hört sich wirklich heftig an!
Wie es aussieht, hast du doch einige Baustellen (u.a wohl starke Panikattacken)...
Ich muß jetzt nur mal nachfragen: Du sitzt da bei deiner Freundin im Auto, drehst deinen Kopf rum, trinkst paar Schlucke Wasser,kaust Bonbons,atmest unregelmäßig, räusperst dich dann und fängst dann an zu würgen?! Ist deine Freundin da mittlerweile rechts ran gefahren?
Ich stell mir das Szenario schon wirklich beängstigend vor... :shock:
Ist dieser Leidensdruck für dich nicht schon so groß, daß du dir JETZT Hilfe suchst? Alleine wirst du das evtl. nicht in den Griff bekommen. Vor allem hast du ja geschrieben, weil es dir nach Jahren wieder so schlecht geht.

Kann es vielleicht sein, daß du momentan in deinem Leben etwas machst, was DU garnicht SELBER willst?

Bei mir ist es schon auch so, daß ich bei spontanen Unternehmungen Angst bekomme - weil ich mich nicht ausreiched darauf vorbereiten konnte und es somit nicht unter Kontrolle hatte. Dafür hatte ich aber auch nicht soviel Zeit, mich in etws reinzusteigern! :wink:


Liebe Grüße!
Silvy


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