Unterschied körperliche und Emo-Übelkeit

Zwischenmenschliches, Schwierigkeiten durch Schule oder Arbeit, eigene Macken und die Suche nach Gemeinsamkeiten, lustige Situationen oder auch mal unangenehme... - das alles ist genau hier richtig!

Moderatoren: Basti, Dianati, *

Romi88
Beiträge: 22
Registriert: 26.03.2012, 18:20
Wohnort: Baden Württemberg

Unterschied körperliche und Emo-Übelkeit

Beitragvon Romi88 » 07.04.2012, 19:39

Hallo ihr Lieben,

mich würde mal interessieren wie und ob ihr überhaupt richtige Übelkeit von der Emo-Übelkeit unterscheiden könnt. Ich denke wenn ich das könnte wäre ich schon einen ganzen Schritt weiter und hätte nicht immer so Panik wenn mir mal wieder "schlecht" ist.

LG Romi

Janinchen_007

Re: Unterschied körperliche und Emo-Übelkeit

Beitragvon Janinchen_007 » 08.04.2012, 09:04

Also für mich ist es sehr schwierig, Emoübelkeit von richtiger Übelkeit zu unterscheiden. Ich denke auch, wenn ich das könnte, dann würde ich nicht gleich immer so in Panik verfallen, wenn mir mal übel wird. Im Prinzip ist Emoübelkeit aber auch irgendwie richtige Übelkeit, weil einem ja wirklich schlecht ist, nur hat es eben ne psychische und keine körperliche Ursache.

expanse
Beiträge: 179
Registriert: 07.04.2010, 22:47
Wohnort: Unterfranken

Re: Unterschied körperliche und Emo-Übelkeit

Beitragvon expanse » 08.04.2012, 09:30

Huhu,
ich weiß nicht ob ich es richtig unterscheiden kann, aber ich schließe aus. Wenn mir schlecht ist, überlege ich, was die Ursache sein könnte: Zb Wenn ich wenig geschlafen / gegessen / getrunken habe sag ich mir, dass es daran liegt und behebe das Problem, aber meistens gehts mir dann schon besser, weil ich mir denke, dass ich nicht krank bin^^ Oder wenn ich meine Tage hab/ aufgeregt/ oder habe Luft im Bauch habe, dann weiß ich auch woher.
Schwerer wird es dann eher, wenn ich die Ursache nicht erschließen kann, dann kann ich das nicht mehr so weinfach unterscheiden, dann denke ich auch, dass es echt sein könnte, was aber oftmals nicht der Fall ist. Also demnach kann ich es dann nicht mehr 100% Unterscheiden.

Liebe Grüße
Zuletzt geändert von expanse am 08.04.2012, 09:32, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße aus dem schönen Unterfranken :)

entschuldigt eine Tippfehler :/ ich bin manchmal so schnell im schreiben, dass das leider oft passiert :/ ^^

Benutzeravatar
Parasomnia
Beiträge: 1687
Registriert: 25.11.2010, 11:52
Wohnort: Baker Street 221b
Kontaktdaten:

Re: Unterschied körperliche und Emo-Übelkeit

Beitragvon Parasomnia » 08.04.2012, 09:30

Also ich kann es hin und wieder unterscheiden. Das Problem ist nur, dass mir - denke ich - sehr lange nicht mehr körperlich übel war.
Ich habe mir angewöhnt, immer in den Magen zu spüren, wenn mir schlecht ist. Und meistens verhält der sich ruhig, keinerlei Krämpfe oder Schmerzen oder sonst irgendwas. Sehr oft meine ich, dass mir übel ist, weil ich im Hals ein komisches Gefühl habe oder einen seltsamen Geschmack im Mund, das hat dann aber nichts mit dem Magen zu tun. Das ist Test Nummer 1. Test Nummer 2 ist das Nachdenken über Essen. Wirds dadurch schlimmer? Kann ich mir vorstellen, jetzt mein Lieblingsessen zu essen? Wenn ich das mit Ja beantworten kann, ist es definitiv psychische Übelkeit! Ich hab oft im Bus gesessen, zitternd vor Übelkeit, aber gleichzeitig gedacht: Wenn ich zuhause bin, ess ich erstmal nen Eis und dieses und jenes. Sowas denkt man nicht bei körperlicher Übelkeit. Test Nummer 3 ist meine körperliche Reaktion. Ich hatte Ende 2010 ne MDG, zwar ohne Erbrechen, aber mit heftigem Durchfall, Fieber und Übelkeit. Kurz vor der Krankheit, als ich schon die Krämpfe hatte, war ich nicht so nervös wie bei psychischer Übelkeit. Ich habe nicht gezittert, hatte keine Schweißausbrüche oder sonstwas. Das hat mich - vielleicht ist das auch falsch - zu dem Ergebnis gebracht, dass ich, wenn ich mal WIRKLICH irgendwas habe, nicht so dermaßen angespannt und nervös bin wie sonst. Dann scheint mein Körper sich irgendwie damit abgefunden zu haben und produziert nicht mehr so unnötig viel Panik und Anspannung. Zuletzt überlege ich dann, ob es gerade Gründe gibt, weshalb mir so schlecht sein könnte. Habe ich vor irgendwas Angst? Irritiert mich irgendwas? Habe ich auf irgendwas keine Lust? Macht mich etwas wütend ? (!!) Bin ich eigentlich traurig? Diese Fragen kannst du nach einer bestimmten Zeit immer besser beantworten, wenn du erstmal herausgefunden hast, wann deine Übelkeit vermehrt auftritt und welchen Zweck sie erfüllt. Bei mir ging die Übelkeit oft zurück, wenn ich a) herausgefunden hatte, für welches andere Gefühl sie steht und b) über dieses Gefühl gesprochen habe. Das sind so meine Testdurchläufe ..

Und stimmt, expanse sagt was Wichtiges: Habe ich genug gegessen und getrunken? Die Auswirkungen sollte man nicht unterschätzen!
Es kommt dazu - trotz alledem -, dass sich die Furcht in Widerstand verwandeln wird - trotz alledem.
(Hannes Wader)

Let me forget about today until tomorrow.
(Bob Dylan)

Benutzeravatar
mainzerin
Beiträge: 772
Registriert: 24.07.2011, 10:01

Re: Unterschied körperliche und Emo-Übelkeit

Beitragvon mainzerin » 08.04.2012, 09:43

Parasomnia hat geschrieben:Also ich kann es hin und wieder unterscheiden. Das Problem ist nur, dass mir - denke ich - sehr lange nicht mehr körperlich übel war.
Ich habe mir angewöhnt, immer in den Magen zu spüren, wenn mir schlecht ist. Und meistens verhält der sich ruhig, keinerlei Krämpfe oder Schmerzen oder sonst irgendwas. Sehr oft meine ich, dass mir übel ist, weil ich im Hals ein komisches Gefühl habe oder einen seltsamen Geschmack im Mund, das hat dann aber nichts mit dem Magen zu tun. Das ist Test Nummer 1. Test Nummer 2 ist das Nachdenken über Essen. Wirds dadurch schlimmer? Kann ich mir vorstellen, jetzt mein Lieblingsessen zu essen? Wenn ich das mit Ja beantworten kann, ist es definitiv psychische Übelkeit! Ich hab oft im Bus gesessen, zitternd vor Übelkeit, aber gleichzeitig gedacht: Wenn ich zuhause bin, ess ich erstmal nen Eis und dieses und jenes. Sowas denkt man nicht bei körperlicher Übelkeit. Test Nummer 3 ist meine körperliche Reaktion. Ich hatte Ende 2010 ne MDG, zwar ohne Erbrechen, aber mit heftigem Durchfall, Fieber und Übelkeit. Kurz vor der Krankheit, als ich schon die Krämpfe hatte, war ich nicht so nervös wie bei psychischer Übelkeit. Ich habe nicht gezittert, hatte keine Schweißausbrüche oder sonstwas. Das hat mich - vielleicht ist das auch falsch - zu dem Ergebnis gebracht, dass ich, wenn ich mal WIRKLICH irgendwas habe, nicht so dermaßen angespannt und nervös bin wie sonst. Dann scheint mein Körper sich irgendwie damit abgefunden zu haben und produziert nicht mehr so unnötig viel Panik und Anspannung. Zuletzt überlege ich dann, ob es gerade Gründe gibt, weshalb mir so schlecht sein könnte. Habe ich vor irgendwas Angst? Irritiert mich irgendwas? Habe ich auf irgendwas keine Lust? Macht mich etwas wütend ? (!!) Bin ich eigentlich traurig? Diese Fragen kannst du nach einer bestimmten Zeit immer besser beantworten, wenn du erstmal herausgefunden hast, wann deine Übelkeit vermehrt auftritt und welchen Zweck sie erfüllt. Bei mir ging die Übelkeit oft zurück, wenn ich a) herausgefunden hatte, für welches andere Gefühl sie steht und b) über dieses Gefühl gesprochen habe. Das sind so meine Testdurchläufe ..

Und stimmt, expanse sagt was Wichtiges: Habe ich genug gegessen und getrunken? Die Auswirkungen sollte man nicht unterschätzen!



dem kann ich mich einfach nur anschließen. ich mache fast die identischen tests.

Janinchen_007

Re: Unterschied körperliche und Emo-Übelkeit

Beitragvon Janinchen_007 » 08.04.2012, 09:50

Ich muss sagen, dass mir das, was Parasomnia eben gesagt hat, auch aufgefallen ist: Als ich letztens wirklich morgens erbrechen musste, war ich kurz vorher ein wenig panisch, weil ich irgendwie gemerkt habe, dass ich es nicht mehr unterdrücken kann, aber als es dann passiert ist, war ich völlig ruhig und habe es einfach erledigt. Natürlich wars nicht schön, aber ich habe nicht gezittert, nicht geweint, bin nicht hysterisch oder sonstiges geworden, sondern habe einfach gebrochen und erst danach vor Schock angefangen zu weinen und weil ich Angst hatte, dass es nochmal passiert. Aber ich hab auch das Gefühl, dass die Psyche in so einer Situation erstmal ein wenig lahmgelegt wird.

Romi88
Beiträge: 22
Registriert: 26.03.2012, 18:20
Wohnort: Baden Württemberg

Re: Unterschied körperliche und Emo-Übelkeit

Beitragvon Romi88 » 08.04.2012, 11:38

Ja das stimmt was ihr sagt, als ich im Oktober letzten Jahres gebrochen habe wusste ich genau, dass ist ne richtige Übelkeit, bin dann auch ganz steif und ruhig im Bett gelegen. Jetzt ist es eig. immer so wie Parasomia sagt dass die Übelkeit eher vom Hals her kommt und nicht vom Magen und ich zittere und mega Herzrasen habe und wenn ich durch irgendwas abgelenkt bin ist sie weg und sobald ich wieder ruhig auf der Couch liege ist sie wieder da. Aber ich achte jetzt mal auf eure Tipps, ich hoffe dann wirds besser :)

Miezze
Beiträge: 46
Registriert: 21.11.2008, 21:04
Wohnort: Puchheim

Re: Unterschied körperliche und Emo-Übelkeit

Beitragvon Miezze » 08.04.2012, 11:45

Ich merke, dass die psychische Übelkeit zu 99% aus dem Hals kommt... Und mein Zusatztest ist eine rauchen ^^ Bei meiner letzten MDG konnte ich die Zigaretten net mal anschauen den ganzen Tag lang, also denk ich mir immer, wenn die Zigarette noch schmeckt, kann es garnix schlimmeres sein und das bringt mich meistens sogar schon wieder ein gutes Stück runter ;)
lebe fröhlich, lebe heiter
wie der frosch am blitzableiter
hi hi :)

Knutschfleck

Re: Unterschied körperliche und Emo-Übelkeit

Beitragvon Knutschfleck » 08.04.2012, 21:54

Ich überleg mir dann auch immer ob ich was essen könnte, habe das mal irgendwo gelesen und hoffe es stimmt.
Ich kann mich noch schwach an die Übelkeit errinnern die ich hatte als ich mich das letzte mal vor 4-5 Jahren übergab. Sie war einfach anders und ich war auch ein wenig ruhiger.
Überhaupt entspannt man sich bei solchen Tests dann ein wenig und wenns dann besser (also weniger) wird mit der Übelkeit bin ich mir meistens ganz sicher, dass ich sie mir eingebildet habe.

Liebste Grüße, Knutschfleck

LaKiri

Re: Unterschied körperliche und Emo-Übelkeit

Beitragvon LaKiri » 24.04.2012, 13:28

ich kannst meistens auch unterscheiden ... wenn mir übel wird überlege ich mal was ich gegessen hab ... dann such ich mir eine spiegelnde oberfläche, um einen blick auf meine gesichtsfarbe zu werfen. und was ich auch immer mach .. ich drück mir vorsichtig in den magen ... wenn sich da gar nix tut is das thema übelkeit sehr schnell erledigt, wenn doch ... naja, kann ich auch nix machen, aber 98% der fälle is nix.
aber ich find auch das ECHTE übelkeit anders is, anders empfunden wird .. als ich mich letztes jahr wegen einer pilzvergiftung erbrochen hab, wusste ich schon um einiges früher das ich heute nicht mehr davonkommen werde, ich hab mich damit abgefunden und schon direkt drauf gewartet das es endlich passiert, weil mir so schlecht war ... und als es dann soweit war ... zack, vorbei ... hinterher gings mir besser (schlafen konnte ich zwar dann trotzdem nicht wirklich, aus angst ich müsse nochmal und es geht was ins bett) .. und ich hab bemerkt das ja eigentlich gar nix dabei is ... endlos widerlich, klar, aber nix dabei. seit dem erkenn ich die unterschiede schon .. was mir aber nicht immer was bringt.

kleine-emo

Re: Unterschied körperliche und Emo-Übelkeit

Beitragvon kleine-emo » 24.04.2012, 15:00

LaKiri hat geschrieben: dann such ich mir eine spiegelnde oberfläche, um einen blick auf meine gesichtsfarbe zu werfen.
das habe ich auch immer gemacht... ich habe immer gesagt: " mensch ich bin so :pale: im gesicht ich bin/ werde bestimmt krank" fakt ist es kann einem auch schlecht sein mit roten wangen....

Ich kann bei mir die übelkeiten nicht unterscheiden, denn ich hatte erbrechen sowohl vom hals als auch vom bauch aus. Das was mir dabei nur immer hilft ist zu versuchen ruhig zu bleiben und mich abzulenken.

LaKiri

Re: Unterschied körperliche und Emo-Übelkeit

Beitragvon LaKiri » 24.04.2012, 15:11

komisch .. nagut, ich kann ja auch nur von mir ausgehn. =) und die erfahrung hat zumindest mir gezeigt, dass ich käsebleich werde wenn mir wirklich schlecht is ...

kleine-emo

Re: Unterschied körperliche und Emo-Übelkeit

Beitragvon kleine-emo » 24.04.2012, 15:16

LaKiri hat geschrieben:komisch .. nagut, ich kann ja auch nur von mir ausgehn. =) und die erfahrung hat zumindest mir gezeigt, dass ich käsebleich werde wenn mir wirklich schlecht is ...


Hier mal ein Schwank aus meinem Leben:

Ich hatte Durchfall und saß beim Arzt... der Arzt fragte mich: " Ja ist ihnen den auch schlecht oder haben sie sich übergeben?" ich darauf nur zu ihm: " Nein, seh ich denn so aus?? Ich habe doch auch Farbe im Gesicht" darauf kam dann die Antwort vom Doc die ich mir nie gewünscht hätte: "Die Gesichtsfarbe sagt gar nichts darüber aus ob sie erbrechen oder nicht"

Damit war für mich klar... das ich mich daran schonmal nicht mehr festhalten konnte.

LaKiri

Re: Unterschied körperliche und Emo-Übelkeit

Beitragvon LaKiri » 24.04.2012, 15:20

das mag natürlich sein ... aber wenns mir für meinen teil sicherheit gibt weil ich noch keine gegenteiligen erfahrungen gemacht hab, is das doch nix schlechtes? ^^

kleine-emo

Re: Unterschied körperliche und Emo-Übelkeit

Beitragvon kleine-emo » 24.04.2012, 15:24

LaKiri hat geschrieben:das mag natürlich sein ... aber wenns mir für meinen teil sicherheit gibt weil ich noch keine gegenteiligen erfahrungen gemacht hab, is das doch nix schlechtes? ^^


neee natürlich nicht... wenn es dir hilft :wink:

Ich sag ja ich habs auch gemacht, ertappe mich sogar noch oft dabei :D


Zurück zu „Alltag mit Emetophobie“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast