Antriebslosigkeit

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MamaVanni
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Antriebslosigkeit

Beitragvon MamaVanni » 14.03.2012, 12:25

Hallo,
mir geht es momentan nicht so gut und ich schildere euch mal meine Situation, vielleicht kann mir ja jemand helfen.

Also eingentlich habe ich die Emo gut im Griff, ich bin Mama und gehe Nebenbei auch 15 Std/Woche arbeiten. Ich kann alles machen(rausgehen, einkaufen, zu Freunden etc.).
Allerdings nehme ich jetzt seit fast einem Jahr Opipramol (ist ein Antidepressivum, morgens und mittags 50mg und Abends 100mg). Ich weiß das es mir ohne die Tabletten nicht so gut gehen würde, aber darum geht es hier jetzt erstmal nicht.

Seit ein paar Wochen fühle ich mich total Antriebslos. Ich muss mich wahnsinnig aufraffen, um überhaupt etwas zu machen, und sei es einfach nur Staubsaugen. Ich habe ja wie gesagt eine Tochter die mich auch schlafen lässt :) also, am Schlafmangel kann es bei mir nicht liegen ich schlafe in jeder Nacht durchschnittlich 9 Stunden.

Ich habe eigentlich lust etas zu unternehmen, ich tue es auch und ich merke dann, das es mir besser geht und die Schwarze WOlke über mir so langsam verschwindet.
ABer ich komm einfach nicht in die Puschen! Ich steh auf, meine Tochter kriegt ihr Frühstück, ich spiele mit ihr und vergesse dann alle wichtigen Dinge. Haushalt usw.
Wenn ich einen ganzen Tag nicht rausgehe, geht es mir Abends schlecht.

Ich denke es ist eine Art Depression, obwohl ich ja Antidepressiva nehme. Vielleicht sollte ich mit meinem Arzt eine höhere Dosierung verienbaren?
Aber eigentlich möchte ich ja irgendwann garkeine Tabletten mehr nehmen.
Ich habe von einem Psychiater mal Citalopram bekommen, ich sollte das Opipramol aus- und die Citalopram einschleichen. Nach lesen des Beipackzettels hab ich aber kalte Füße bekommen. (Suizidgedanken usw...)

Was meint ihr, soll ich tun? EInfach so weiter machen möchte ich nicht. Ich möchte mal wieder spaß am Leben haben(den ich eigentlich auch habe, wenn ich denn unterwegs bin usw.)

Meine Tochter leidet nicht darunter, wenn ich nicht mit ihr rausgehe, kommt Schwiegermama und schiebt mit ihr, also es ist jetzt nicht so das sie hier den ganzen Tag in der Bude hockt.

Ich weiß natürlich auch, das Kinder den Zustand der Mama unterbewusst mitbekommen und deswegen möchte ich auch etwas an meiner Situation ändern.

Dann widerum, gibt es Tage an denen fühle ich mich SO was von gut, da könnte ich Bäume ausreißen, und habe lust auf alles, stelle die Wohnung auf den Kopf und putze wie eine verrückte alles und habe dabei total gut laune!! Ich bin froh, dass es auch solche Tage gibt, doch finde ich es echt seltsam, das es mir mal so stark negativ geht, und an den anderen Tag total positiv.
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.
Vaclav Havel

Glycerine
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Re: Antriebslosigkeit

Beitragvon Glycerine » 14.03.2012, 12:29

Die Antriebslosigkeit kann ja auch körperliche Ursachen haben. Als erstes würde ich einen Arzt konsultieren. Es gibt mehrere mögliche Ursachen für Antriebslosigkeit.
Eine davon kann eine Schilddrüsenerkrankung sein, oder eben auch eine Mangelerscheinung (Eisen, VitD, etc.).
Schilder ihm die Symptome und wenn er kompetent ist, wird er von sich aus ein Blutbild machen lassen. Sollte da nichts bei rumkommen, kann man immer noch überlegen, ob deine derzeitigen Medikamente die Antriebslosigkeit verursachen!
„Im Leben geht es nicht darum,zu warten bis das Gewitter vorbeizieht, es geht darum, zu lernen, im Regen zu tanzen. “

Doris

Re: Antriebslosigkeit

Beitragvon Doris » 14.03.2012, 12:37

Hallo Mamavanni,

ich schreib jetzt mal meine ersten Gedanken dazu:

- Ich würde mir einen Plan machen, eine Struktur für den Tag.
- Jeden Tag eine kleine Verrichtung - nicht zu viel, sonst schaffst Du es nicht, aber doch etwas.
- täglich leichten Sport, kann auch spazieren gehen sein - das hilft sehr gegen leichte Depressionen - aber wirklich täglich, wenn auch vielleicht nur 30 Minuten, egal bei welchem Wetter
- Pausen, auch an den guten Tagen: 90 Minuten arbeiten, 15 Minuten Pause
- Dir was gutes tun - wenn möglich jeden Tag etwas kleines (Badewanne, Meditation, etwas Gutes zu essen usw.......) - ohne schlechtes Gewissen
- ein Freuden-Tagebuch führen - jeden Tag das reinschreiben, was Freude gemacht hat - dürfen auch klitzekleine Kleinigkeiten sein.. :ja:

Das ist das, was mir spontan einfällt.

Und ja, ich würde mit dem Arzt reden, nicht unbedingt wegen einer Erhöhung, sonder grundsätzlich.

LG Doris
Zuletzt geändert von Doris am 14.03.2012, 12:42, insgesamt 1-mal geändert.

MamaVanni
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Re: Antriebslosigkeit

Beitragvon MamaVanni » 14.03.2012, 12:38

wäre auch eine Idee, da hast du recht. Allerdings habe ich erst Anfang des Jahres ein großes Blutbild machen lassen und da war alles i.O.
Ob es vom Opipramol kommt, kann ich nicht sagen müsste ich eingehend nach googlen :)
Was ich aber weiß ist, das Opipramol eines der leichten Depressiva ist, also kein abhängig machendes, weil es kein Serotoninwiederaufnahmehemmer ist.

Ich hab auch immer so richtig fiese Gedanken, also normalerweise sehe ich alles positiv (das Glas ist halbVOLL und nicht halbleer :) )
aber momentan erkenne ich das bei mir auch nicht mehr. Ja, ich fühle mich wie... ausgewechselt.
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.
Vaclav Havel

MamaVanni
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Re: Antriebslosigkeit

Beitragvon MamaVanni » 14.03.2012, 12:43

Doris hat geschrieben:Hallo Mamavanni,

ich schreib jetzt mal meine ersten Gedanken dazu:

- Ich würde mir einen Plan machen, eine Struktur für den Tag.
- Jeden Tag eine kleine Verrichtung - nicht zu viel, sonst schaffst Du es nicht, aber doch etwas.
- täglich leichten Sport, kann auch spazieren gehen sein - das hilft sehr gegen leichte Depressionen - aber wirklich täglich, wenn auch vielleicht nur 30 Minuten, egal bei welchem Wetter
- Pausen, auch an den guten Tagen: 90 Minuten arbeiten, 15 Minuten Pause
- Dir was gutes tun - wenn möglich jeden Tag etwas kleines (Badewanne, Meditation, etwas Gutes zu essen usw.......) - ohne schlechtes Gewissen

Das ist das, was mir spontan einfällt.

Und ja, ich würde mit dem Arzt reden, nicht unbedingt wegen einer Erhöhung, sonder grundsätzlich.


LG Doris


Hallo, ja das hört sich doch gut an :) Das ist eine gute Idee, mit dem Plan. Dann sieht man genau was man noch vorhat usw.
Okay, Pausen gönne ich mir echt selten, also wenn ich denn mal was machen, es ist nämlich so meine Antriebslosigkeit kann ich mir nur leisten, wenn mein Mann auf der Arbeit ist. Sobald er zu Hause, habe ich jede Menge zu tun, essen kochen, mich um Emily kümmern(denn in der Woche macht er garnichts), ich komme dann sehr leicht in den Stress und habe keine Pausen.

Etwas gutes tun ohne schlechtes Gewissen... nunja, mein schlechtes Gewissen ist sozusagen mein täglicher Begleiter. Ich habe ständig ein schlechtes Gewissen. Weil ich arbeiten gehe, und in der Zeit nicht für Emily da bin, aber ich weiß wiederum ganz genau, wenn ich nicht arbeiten würde, hätte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich es nicht tue... schwer zu erklären.
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.
Vaclav Havel

Doris

Re: Antriebslosigkeit

Beitragvon Doris » 14.03.2012, 15:20

Ups, doppelt... :oops:
Zuletzt geändert von Doris am 14.03.2012, 15:22, insgesamt 1-mal geändert.

Doris

Re: Antriebslosigkeit

Beitragvon Doris » 14.03.2012, 15:21

mamavanni hat geschrieben:Hallo, ja das hört sich doch gut an :) Das ist eine gute Idee, mit dem Plan. Dann sieht man genau was man noch vorhat usw.


Es geht nicht nur um einen Arbeitsplan, sondern um Struktur im Alltag. Wenn Du da zuviel reinpackst, schaffst Du das nicht und bist frustriert >kontraproduktiv - also immer nur ganz wenige oder nur eine Aufgabe.

Okay, Pausen gönne ich mir echt selten, also wenn ich denn mal was machen, es ist nämlich so meine Antriebslosigkeit kann ich mir nur leisten, wenn mein Mann auf der Arbeit ist. Sobald er zu Hause, habe ich jede Menge zu tun, essen kochen, mich um Emily kümmern(denn in der Woche macht er garnichts), ich komme dann sehr leicht in den Stress und habe keine Pausen.


Ups, bei diesen Aussagen mußte ich erstmal schlucken. Wieso kannst Du keine Pausen machen, wenn Dein Mann zuhause ist? Wieso kann er sich nicht mal um das Kind kümmern unter der Woche? Aber das ist ein anderes Thema.....
Der Rhythmus: 90 Minuten arbeiten - 20 Minuten Pause sollte trotzdem einzuhalten sein - in 90 Minuten kann man schon ein Essen kochen :wink: . Ich habe das bei meinem Burnout gelernt - ist am Anfang nicht so einfach, aber wenn man es mal eine Weile durchgehalten hat, ist es ganz einfach. Dazu gibt es ein kleines Buch, wo das System genau erklärt wird: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3 ... 43-5450458

Etwas gutes tun ohne schlechtes Gewissen... nunja, mein schlechtes Gewissen ist sozusagen mein täglicher Begleiter. Ich habe ständig ein schlechtes Gewissen. Weil ich arbeiten gehe, und in der Zeit nicht für Emily da bin, aber ich weiß wiederum ganz genau, wenn ich nicht arbeiten würde, hätte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich es nicht tue... schwer zu erklären.


Vielleicht ist auch das ein Grund für Deine Antriebslosigkeit - Du bist nie wirklich zufrieden mit Dir - also streikt Deine Seele? Vielleicht kannst Du das an kleinen Dingen üben - etwas für Dich tun ohne schlechtes Gewissen. Du gehst 15 Stunden arbeiten, hast ein kleines Kind und machst noch den kompletten Haushalt - meinst Du nicht, daß das genug ist? Schreib Dir mal spasseshalber die Stunden auf - Du wirst sehen, daß Du wesentlich mehr larbeitest wie Dein Mann.....
Aber das ist nicht der Kern - der Kern ist vielleicht, daß Du für Dich und das was Du tust, keine Wertschätzung hast. Und dadurch kannst Du Dich über die Dinge, die schön sind, nicht mehr freuen, weil sofort ein "...ja, aber..." kommt? Nur so meine Gedanken dazu.

Also: Spazieren gehen und Freudentagebuch - die Aufgaben für die nächste Woche ...... ;D ;D :ja: :ja:

Doris

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Re: Antriebslosigkeit

Beitragvon MamaVanni » 15.03.2012, 12:14

Hallo!!
Erstmal ganz vielen lieben Dank, Doris, dass du dir so viele Gedanken machst und mir mit deinen Tips und Ratschlägen so hilfst. Finde ich sehr schön :)

Das ich immer zuviel in einen Tag reinpacke stimmt schon- Mein Mann trägt da auch einiges zu bei, er macht mir manchmal Listen für den Tag, was ich alles machen soll, und ja nichts vergesse. Ich glaube das überfordert mich dann in dem Moment so sehr, das ich erstmal garnichts davon mache.

Ja, mein Mann ist seeeehr speziell, also er hat halt auch noch diese Mittelalterliche Meinung, Männer gehen arbeiten und Frauen bleiden zuhause und machen sauber und hüten das Kind. Ich gehe ja auch arbeiten, aber er sagt, 15 Stunden die Woche kann man ja kaum als arbeit gelten lassen. Und das witzige ist, wenn ich am WoE arbeiten bin, macht er nur ganz selten was im Haushalt und wenn ich dann nach Hause komme, darf ich noch die Bude aufräumen, alleine essen machen, die kleine füttern und ins Bett bringen. Viel Zeit für entspannung bleibt da nicht.
Ich habe letztens mal beachtet, wie lange er auf dem Sofa sitzt, ohne einmal aufzustehen. Dann, an einem Sonntag (ich habe von 8-15h gearbeitet) saß er von 16 Uhr bis 24 Uhr auf dem Sofa. Ohne Witz!
Nunja, darum gehts jetzt nicht, das ist ein anderes Thema :D Bedarf sicherlich auch noch ne Menge arbeit, aber naja ich habs mir so ausgesucht und ihn geheiratet. :)

Das Buch ist sicher lesenswert! Ich werde es mir bestellen. Danke!

Nein, zufrieden bin ich wirklich nie. Ich nehme mich manchmal selber nicht für voll, ich bin sehr introvertiert, und ich hasse es neue Menschen kennen zu lernen, bzw. fühle mich dann nicht wohl und mache mir wahnsinnige Gedanken darüber was andere von mir denken.
Ich habe auch kein besonderes Talent, ich kann nichts wirklich gut- (naja außer eine wunderschöne Tocher zu kriegen :) - Wobei ich bei der Geburt auch gekniffen habe- ich habe den einfachen Weg gewählt und einen Kaiserschnitt machen lassen.)

Ich bin für mich selber einfach nicht gut genug, habe ich den Eindruck. Ich kann mir auch immer schwer vorstellen, das ich gut genug bin. Ich habe zwar viele Freunde die mir auch alle ihre Probleme erzählen und denen ich damit helfen kann- aber ich habe vor niemanden noch nie so RICHTIG ausgepackt, nicht mal vor meiner Mama oder meinen Mann. Damit meine ich, früher SVV und suizidgedanken usw. Ich kann mich schlecht jemand anderen gegenüber öffnen und alle meine Fehler offen legen. Hier im Internet, so anonym, ist das natürlich etwas anderes.

Und, ja es kommt wirklich bei jeder Sache, mit der ich mir was gutes tun möchte, ein -ja, aber..- ich kann eigentlich nichts so richtig genießen.

Spazieren war ich gestern nicht, musste ja am Nachmittag arbeiten. Heute werde ich es tun :)

Zum Thema antriebslosigkeit in den letzten Wochen, habe ich glaube ich des Rätsels Lösung gefunden.
Vor ein paar Wochen habe ich eine neue Pille verschrieben bekommen (Valette), und mir auch nicht wirklich den Beipackzettel durchgelesen.
Habe mich dann ja wie schon gesagt, in den letzten Wochen echt mies gefühlt. und gestern Nacht hatte ich auf einmal wahnsinnige Bauchschmerzen mit Übelkeit.
Dachte ich habe mir irgendetwas eingefangen und die ganze Nacht nicht geschlafen.
Meine Schwester brachte mich dann darauf, dass es ja an der neuen Pille liegen könnte. Ich habs gegoogelt und siehe da: Viele von den Nebenwirkungen treffen auf mich zu:
-Übelkeit
-Durchfall, aber auch Verstopfung
-Aggressivität
-Angststörungen
-Bauchschmerzen
-Kopfschmerzen
-...
Nun werde ich die Pille absetzen und dann mal abwarten was passiert.
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.
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Re: Antriebslosigkeit

Beitragvon mainzerin » 15.03.2012, 14:01

liebe mamavanni,

ich kann dir sagen, woran deine antriebslosigkeit liegen könnte und zwar am opipramol! das liegt daran, dass das opi eine beruhigende wirkung hat, und unter anderem gegen schlafstörungen gegeben wird. ich hatte das selbst auch mal genommen und war auch den ganzen tag müde.

lass dir mal sertralin geben, bzw. das citalopram kannst du auch nehmen. denn serotoninwiederaufnahmehemmer machen NICHT abhängig! ich glaube, du hast das mit sowas wie tavor verwechselt, denn die machen schnell abhängig.

frag nochmal bei deinem arzt nach. ich denke, es könnte tatsächlich das opi sein evtl. auch im zusammenhang mit der pille.

liebe grüße

Doris

Re: Antriebslosigkeit

Beitragvon Doris » 15.03.2012, 16:05

Hallo Mainzerin und MamaVanni,

das würde aber bedeuten, Vanni ist immer müde. Wie erklären sich dann ihre sehr aktiven Phasen?
Gleiche Frage stellt sich, wenn es die Pille sein sollte.

Ich glaube nicht, daß das so einfach ist. Ich denke, da gibt's einen massiven Druck von einigen Seiten und der Körper/die Seele wehrt sich dagegen.
Kann ja sein, daß das durch diese Medikamente verstärkt wird, aber ich sehe da nicht die alleinige Ursache.

Ich möchte aus eigener Erfahrung nur nochmal darauf hinweisen: Nehmt solche Anzeichen sehr ernst, bei mir war das der Anfang eines Burnouts, der mich 3 Jahre außer Gefecht gesetzt hat!

Mein Mann trägt da auch einiges zu bei, er macht mir manchmal Listen für den Tag, was ich alles machen soll, und ja nichts vergesse.
Ja, mein Mann ist seeeehr speziell, also er hat halt auch noch diese Mittelalterliche Meinung, Männer gehen arbeiten und Frauen bleiden zuhause und machen sauber und hüten das Kind. Ich gehe ja auch arbeiten, aber er sagt, 15 Stunden die Woche kann man ja kaum als arbeit gelten lassen. Und das witzige ist, wenn ich am WoE arbeiten bin, macht er nur ganz selten was im Haushalt und wenn ich dann nach Hause komme, darf ich noch die Bude aufräumen, alleine essen machen, die kleine füttern und ins Bett bringen. Viel Zeit für entspannung bleibt da nicht.


Dazu schreibe ich jetzt aus 28 Jahren Eheerfahrung etwas, was vielleicht hart klingt, aber trotzdem so ist:

Es gehören zu so einem Verhalten immer zwei dazu: Einer, der es macht und einer, der es mit sich machen läßt....

LG Doris

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Re: Antriebslosigkeit

Beitragvon mainzerin » 15.03.2012, 20:33

liebe doris,

ich wollte ihr damit ja auch eigentlich nur sagen, dass das sertralin ebenso ein leichtes antidepressivum ist, wie das opipramol. nur dass es aufmunternd wirkt und nicht abhängig macht. sonst nichts. dass man am besten gar keine medikamente nehmen soll, steht außer frage. deswegen: lieber beim arzt nochmal nachfragen, wenn man unsicher ist.

liebe grüße


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