Erbrechen - wie oft passiert es wirklich?

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nasenbaerin35

Re: Erbrechen - wie oft passiert es wirklich?

Beitragvon nasenbaerin35 » 21.01.2012, 22:02

kannst du dich danach bitte noch mal melden und mir deine eindrücke schildern? hilft es dir, zu wissen, dass es nicht vom magen kommt? dass keine mdg oder ein verdorbener magen dahinter steckt?

Alexandra9

Re: Erbrechen - wie oft passiert es wirklich?

Beitragvon Alexandra9 » 21.01.2012, 23:20

Hallo,

ich bin jetzt nicht wirklich weitergekommen. Ich habe was von geschwollenen Mandeln gelesen, was ich bei mir aber 100%-ig ausschließen kann. Dann war da noch von blähenden Lebensmitteln die Rede. Hmmm.... bei mir tritt es meistens morgens auf, nachdem ich gefrühstückt habe.Ich habe manchmal das Gefühl, dass es vom Kaffee kommt. Keine Ahnung warum. Aber ich bekomme diese Hals-Übelkeit und natürlich gesellt sich dann auch noch Angst hinzu, weil mir richtig schlecht wird. Das ist aber nicht nach jedem Kaffee so, deswegen weiß ich auch nicht, ob er wirklich der Übeltäter ist. Manchmal muss ich auch mal richtig aufstoßen, und der Spuk ist wieder vorbei. Die Übelkeit sitzt aber nicht im Magen, sondern, wie schon erwähnt, im Hals. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Kaffee bläht. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

Vielleicht schreibt ja noch jemand was dazu. Würde mich auch interessieren.

LG

MamaVanni
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Re: Erbrechen - wie oft passiert es wirklich?

Beitragvon MamaVanni » 22.01.2012, 00:13

Parasomnia hat geschrieben:
Ich nehme auch Vomex, bei ner MDG. Aber außer das sie Müde machen, helfen die eigentlich nicht wirklich

Warum nimmst du sie dann?


Mh... Naja. Genau das ist ja mein Problem?
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.
Vaclav Havel

nasenbaerin35

Re: Erbrechen - wie oft passiert es wirklich?

Beitragvon nasenbaerin35 » 22.01.2012, 02:11

@alexandra: ne, der kaffee ist bestimmt nicht der auslöser. kann ich mir nicht vorstellen. shit, dass ich den verlauf meines surfens gelöscht habe, sonst könnte ich dir den link geben. lösche immer, damit mein mann nicht merkt, wie sehr ich mich mit meiner krankheit befasse.
diese halsübelkeit soll psychischer natur sein. der magen ist dabei völlig okay. man steigert sich so in die halsübelkeit, dass es bei manchen in brechreiz ausartet....

ich habe jedenfalls für mich daraus gezogen, dass ich nix am magen habe. keine verstimmung, kein virus. ist schon mal wichtig für mich. jetzt spüre ich sie auch wieder und massiere den hals (klopfen & zupfen). das lenkt mich komischer weise ab...

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Parasomnia
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Re: Erbrechen - wie oft passiert es wirklich?

Beitragvon Parasomnia » 22.01.2012, 10:01

MamaVanni hat geschrieben:
Parasomnia hat geschrieben:
Ich nehme auch Vomex, bei ner MDG. Aber außer das sie Müde machen, helfen die eigentlich nicht wirklich

Warum nimmst du sie dann?


Mh... Naja. Genau das ist ja mein Problem?

Achso, das ging aus dem, was du geschrieben hast, nicht so wirklich hervor. Also, dass du das als Problem betrachtest.
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Re: Erbrechen - wie oft passiert es wirklich?

Beitragvon Rieke » 22.01.2012, 14:50

Habe das letzte Mal im Oktober 1974 erbrochen, habe aber auch nicht oft MDG. Wenn ich sie hatte, konnt ich das Erbrechen unterdrücken. Erfordert aber höchste Konzentration und ich trinke dann schlückchenweise kaltes Wasser und mache Atemübungen. Leide dafür aber dann an heftigem Durchfall und Magenkrämpfen für mindestens 24 Stunden :( Aber alles besser als zu ko.... :roll:

Alexandra9

Re: Erbrechen - wie oft passiert es wirklich?

Beitragvon Alexandra9 » 22.01.2012, 19:02

Hallo,

ich hatte das letzte Mal im Dezember eine MDG. Habe ich ja schon geschrieben. Ich habe auch ständig versucht, das Erbrechen zu unterdrücken. Irgendwann ging es dann nicht mehr. Ich konnte es nicht zurückhalten. Aber: danach ging es mir viel, viel besser. Diese Übelkeit war weg. Und ich habe mich so erleichtert gefühlt, obwohl ich das nächste Mal wieder versucht habe, das Erbrechen zu unterdrücken.

Versteh mich jetzt bitte nicht falsch:
Wenn ich lese, dass man lieber 24 Magenschmerzen aushält, anstatt sich 45 Sekunden zu übergeben, kann ich nur den Kopf schütteln. Aber, wenn ich wüsste, dass ich das Erbrechen verhindern könnte, würde ich die Schmerzen wahrscheinlich auch in Kauf nehmen.
Ich meine damit, dass man bei anderen den Kopf schüttelt und sich fragt, ob derjenige noch alle Tassen im Schrank hat. Bei einem selbst ist es aber wieder ganz anders.

LG

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Re: Erbrechen - wie oft passiert es wirklich?

Beitragvon Presse10 » 22.01.2012, 22:41

Ich würde selbst bei anderen nicht den Kopf schütteln.
24 Stunden schmerzen sind doch um Längen besser als den ekligen Geschmack die ganze Zeit danach im Mund zu haben. Ist ja nicht nur die 45 Sekunden wärend passiert. Außerdem brennt es ja auch im Hals und das auch noch hinterher.

Lg Christian

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Re: Erbrechen - wie oft passiert es wirklich?

Beitragvon MamaVanni » 23.01.2012, 08:42

Parasomnia hat geschrieben:Achso, das ging aus dem, was du geschrieben hast, nicht so wirklich hervor. Also, dass du das als Problem betrachtest.


Kein Problem! ;)
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Re: Erbrechen - wie oft passiert es wirklich?

Beitragvon MamaVanni » 23.01.2012, 08:45

Aber uns allen ist doch trotzdem klar, dass erbrechen an sich nichts schlimmes ist, oder? Nicht, dass das hier ein "Wie-verhindere-ich-das-brechen-am-besten"-Thread wird!
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.
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froschi1
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Re: Erbrechen - wie oft passiert es wirklich?

Beitragvon froschi1 » 23.01.2012, 10:32

Ich habe das letzte Mal am 3.1. erbrochen. Stecke im Moment bissl in der Krise und hatte nach 15 Jahren zu Silvester mal was getrunken. Da ging alles gut. Deshalb habe ich das am 3. gleich nochmal probiert (waren paar Tage weggefahren und es war der letzte Abend). Da ging es gar nicht gut. Hatte mich ins Bett gelegt und dann fing alles an zu drehen. So richtig schlecht war mir nicht aber ich wusste es passiert. Bin raus vor die Tür und da ging es auch schon los. Und war auch recht schnell vorbei. Muss sagen das war ne so schlimm wie bei einer MDG aber ob ich es nochmal wagen würde weiß ich nicht.

Alexandra9

Re: Erbrechen - wie oft passiert es wirklich?

Beitragvon Alexandra9 » 23.01.2012, 11:58

Hallo Presse10,

ich habe mich etwas doof ausgedrückt. Ich meinte eigentlich, dass man als Nicht-Emo wahrscheinlich den Kopf schütteln und sich fragen würde, warum jemand Magenschmerzen & Co. in Kauf nimmt. Aber als Emo kann ich das total nachvollziehen und würde auch versuchen, es zu unterdrücken.

LG

süßemaus27

Re: Erbrechen - wie oft passiert es wirklich?

Beitragvon süßemaus27 » 23.01.2012, 14:26

Rieke hat geschrieben:Habe das letzte Mal im Oktober 1974 erbrochen, habe aber auch nicht oft MDG. Wenn ich sie hatte, konnt ich das Erbrechen unterdrücken. Erfordert aber höchste Konzentration und ich trinke dann schlückchenweise kaltes Wasser und mache Atemübungen. Leide dafür aber dann an heftigem Durchfall und Magenkrämpfen für mindestens 24 Stunden :( Aber alles besser als zu ko.... :roll:



Wow, das letzte mal 1974 ... aber da weißt du ja sicher auch nicht mehr wie sich das wirklich anfühlt! Wennich denke, dass mein letztes mal irgendwann vor 18, oder 20 jahren war (so genau weiß ichs nicht, irgendwann in der Volksschule halt), ist das schon so lange her.

LG

danny3010
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Re: Erbrechen - wie oft passiert es wirklich?

Beitragvon danny3010 » 23.01.2012, 21:46

hm also das letzte mal hatte ich im juli 2010 erbrochen.
es war doch die hölle weils nicht erleichternd war. war eine ziemlich schlimme magengrippe und zusätzlicher gastritis..
naja aber nun hoffe ich das ich das so schnell nicht wieder bekomme.
aber wer will das schon....
lg daniela

Trauriger_Engel

Re: Erbrechen - wie oft passiert es wirklich?

Beitragvon Trauriger_Engel » 23.01.2012, 23:15

Das letzte mal habe ich mich im August 2007 übergeben müssen, weil ich eine Vollnarkose nicht vertragen habe. Es war furchtbar! Davor war ich mindestens 10 Jahre oder mehr Brechfrei. Ich kann mich garnicht daran erinnern, wann ich meine letzte MDG hatte – ich kann es nur vermuten. Also an das Alter. An das Geschehen erinnere ich mich noch sehr gut.
Ich habe einen relativ robusten Magen, auch wenn mir öfters übel ist. Es gab auch Momente in der Zwischenzeit wo ich dachte, es passiert gleich. Ich kann aber ehrlich nicht sagen, ob ich nur das Gefühl hatte, oder ob tatsächlich die Gefahr bestand.

Was das Thema Hals - Übelkeit betrifft, kann ich nur von mir sprechen: Bei MIR hat die IMMER seelische Ursachen.
Wenn es mir richtig schlecht geht, merke ich das auch körperlich. Ich bekomme dann Magen - Darm - Beschwerden, u.a. auch diese Art von Übelkeit. Ich habe dann einen richtigen Kloß im Hals, und dadurch auch Brechreiz, und muss mich ständig räuspern. Teilweise ist das dann so schlimm, das ich weder was essen, noch trinken kann. Und ich keine Luft bekomme.
Ich kann auch nur sagen, was mir dann hilft: Ignorieren. Es fällt verdammt schwer und ist grausam, weil ich durch dieses Engegefühl im Hals dann noch mehr Panik kriege, was wiederum die Symptome verstärkt. Aber es ist das einzige was hilft. Ignorieren, und weitermachen. Essen und trinken, auch wenn man eine halbe Stunde und länger dafür braucht. Und sich ablenken, nicht über das Gefühl nachdenken, nicht auf den Körper horchen. Ich sage mir dann immer: „Es hört irgendwann auf. Es bleibt nicht, es vergeht wieder.“ Das sage ich mir immer wieder. Es kann vorkommen, dass ich das Gefühl über mehrere Wochen habe, aber ich merke, es lässt irgendwann wieder nach. Und eines Tages stelle ich fest: Die Hals - Übelkeit ist weg. Es ist jedesmal eine Qual, aber sie vergeht wieder.
Was das Gefühl auch bei mir lindert ist, sich einen Eiswürfel von außen an den Hals zu halten. Das betäubt das Gefühl im Hals etwas. Auch viel eiskaltes trinken, das betäubt ebenfalls etwas das Gefühl.
Aber das sind wie gesagt nur MEINE Erfahrungen. Es kann auch körperliche Ursachen haben. Bei mir ist es wie gesagt immer seelisch bedingt. Das merkt man daran, dass das Gefühl im Hals nachlässt, wenn man nicht drauf achtet bzw. sich verstärkt, wenn man drauf achtet.


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