Magenspiegelung mit Emetophobie und Meine Geschichte

...alles über Selbsthilfegruppen, Therapiearten, Therapieerfahrungen und Wissenschaft

Moderatoren: Kinabalu, Ohlone, *

danielelmohtar
Beiträge: 3
Registriert: 15.12.2014, 02:53
Wohnort: Cloppenburg

Magenspiegelung mit Emetophobie und Meine Geschichte

Beitragvon danielelmohtar » 04.01.2015, 01:09

Hallo Leute,
Ich möchte mich erst mal für Fehler die ich machen könnte entschuldigen , dies ist mein erster Beitrag und mein deutsch ist auch nicht das beste .

So ich bin 15 Jahre alt und männlich unzwar leide ich seid August an Emetophobie.
Es war an einem Tag wo ich zu zu zu viel gegessen habe.
Den ganzen Tag irgentwas in mir reingestopft besonderes Abend so von 20:00 bis 02:00 UHR.
Dann bin ich genau in 4std wieder aufgestanden wegen Bauchschmerzen. Und dann würde mir
Schwindelig, Warm und total Schlecht so das ich mich erst mal ganz normal Übergeben habe.
Dann wieder normal, und dann hab ich mich so so so so Übergeben das ich dachte ich Explodiere gleich, und das ich mein Herz auch raus ko***z . So schlimm war das . Mein Dad hat mich zum Artzt gefahren , die haben mir so Ne Flüssigkeit in meinem Armen rein getan. Das sollte mich beruhiegen .
So ab da hab ich immer diese Übelkeit. Manchmal kann ich nachts garnicht schlafen und bin dann meistens immer in der Toilette mit einer Decke und ein Kissen. Ich nehme immer dann mein Handy um mich abzulenken.Wenn ich das Gefühlt hab das ich gleich Erbrechen könnte bekomme ich solche Panik und rufe immer irgentjemanden um nicht alleine zu sein. Momentan kann ich aber auch alleine. Essen tue ich ganz normal wie früher. Hab natürlich erst mal leicht angefangen. So nun habe ich am 18.1.15 ein Magenspiegelungs Termin. Hab total Angst und bekomme schon Panik wenn ich daran denke das mir ein Schlauch in mir reingesteckt wird. Allein der Gedanke das ich dann Breche :0 Ich habe dann beschlossen mit Narkose zu machen so das ich einschlafe und nicht mitbekomme. Nur habe ich Angst das die Narkose nicht wirkt und ich dann mitten drinn auf Wache :0! Und ich habe gehört das man auch von der Narkose Brechen kann !:00 Wer von euch Emos hatte schon eine Magenspiegelung hinter sich gebracht ? Ach ja und eine Therapie mache ich auch noch diesen Monat. Bitte beruhigt mich, danke!
there's a million reasons why i should give you up but the heart wants what it wants <3

Sophie23
Beiträge: 34
Registriert: 28.11.2014, 19:57

Re: Magenspiegelung mit Emetophobie und Meine Geschichte

Beitragvon Sophie23 » 04.01.2015, 15:08

Hallo Daniel,


ich hatte sogar schon 3 Magenspiegelungen, alle mit Narkose. Ich verstehe deine Bedenken, mir ging
es damals genau so. Du musst dir aber keine Sorgen machen, wirklich nicht :ja: . Von Narkosen kann
mann sich übergeben, ja. Bei einer Magenspiegelung wird man aber nur für einen ganz kurzen Zeitraum
betäubt, weil die Untersuchung ja nur ein paar Minuten dauert. Meist wird Propofol verwendet und das
ist super verträglich! Ich bin damals ganz plötzlich müde geworden (hat wirklich nur Sekunden gedauert) und bin
ganz gemütlich verschlafen wieder aufgewacht. Keine Spur von Übelkeit, nicht mal ansatzweise.
Das ist wirklich in keinster Weise mit einer richtigen Narkose bei einer OP vergleichbar.

Dieser Gedanke, mitten während der Untersuchung aufwachen zu können, kam mir auch damals und hat
mich in Angst und Schrecken versetzt. Das ist - und das muss man sich auch klar machen - aber eine absolut
überzogene Horrorvorstellung und du solltest dir in keinster Weise einreden, dass dir so etwas passieren wird.
Magenspiegelungen gehören in Krankenhäusern und spezialisierten Arztpraxen zu den Standarduntersuchungen
und werden dementsprechend professionell durchgeführt. Außerdem bist du während der Untersuchung unter
ständiger Beobachtung, so dass das Personal dort sicher merken würde, wenn deine Narkose zu schwach wäre.

Wenn es dir hilft, dann sprich doch mit dem Arzt, Personal etc. über deine Bedenken. Die hören das sicher nicht zum
ersten Mal und können dich bestimmt noch viel besser beruhigen und dir alles erklären.

ich wünsch dir alles Gute,
Sophie

danielelmohtar
Beiträge: 3
Registriert: 15.12.2014, 02:53
Wohnort: Cloppenburg

Re: Magenspiegelung mit Emetophobie und Meine Geschichte

Beitragvon danielelmohtar » 04.01.2015, 21:15

Danke. Sophie23 du hast mich schon ein bisschen beruhigt. Das ich mit meinem Arzt über meine Gedanken rede ist eine Klasse Idee da kann ich mich ja richtig beruhigen.
there's a million reasons why i should give you up but the heart wants what it wants <3

Laura1985
Beiträge: 13
Registriert: 12.12.2014, 17:40

Re: Magenspiegelung mit Emetophobie und Meine Geschichte

Beitragvon Laura1985 » 06.01.2015, 12:36

Hallo Daniel, ohje....da hattest du ja wirklich ein schreckliches Erlebnis im August :shock: Aber ich finde es gut, dass du der Sache auf den Grund gehen willst und das erstmal organisch abklären lässt. Denn auch, wenn man Emo hat, kann hinter den Beschwerden natürlich auch was körperliches stecken.

Du musst dir einfach immer wieder denken, dass du das machst, damit es dir eventuell bald wieder besser gehen kann. Vielleicht kommt bei der Untersuchung ja auch raus, dass du z.B. einen Helicobacter hast. Und dann nimmst du etwas Antiobiotika und die Chance ist groß, dass es dir ganz bald wieder besser geht. Das ist doch auf jeden fall eine schöne Vorstellung, oder? :-) Und selbst wenn bei der Untersuchung rauskommt, dass dein Magen vollkommen in Ordnung ist, dann kannst du das Übel an den Wurzeln packen und dir therapeutisch helfen lassen. Du kannst also nur gewinnen :-)

Ich selber hatte auch schon 2 Magenspiegelungen und erzähle dir jetzt mal von meinen Erlebnissen. Lass dich bitte von der Geschichte meiner 1.Magenspiegelung nicht abschrecken, sondern lies bis zu meinem Fazit und der 2.Magenspiegelung weiter.

Meine 1.Magenspiegelung hatte ich vor 3 Jahren. Natürlich hatte ich wie die meisten hier eine unglaublich große Angst davor und wollte das ganze nur mit einer Sedierung machen lassen. Bei der telefonischen Anmeldung sagte ich das der Sprechstundenhilfe auch gleich und sie meinte, dass das kein Problem sei. Am Tag des Termins und als ich in die Praxis gekommen bin, sagte ich das dann auch gleich nochmal bei der Anmeldung. Wieder hieß es "kein Problem". Dann wurde ich aufgerufen und eine sehr nette Arzthelferin begleitete mich ins Untersuchungszimmer. Natürlich sagte ich das mit dem Wunsch nach Sedierung auch nochmal dieser Dame und sie nickte nur. Ich setzte mich also auf die Liege und musste erstmal so eine Flüssigkeit trinken, damit der Magen nicht so aufschäumt. Dann kam sie mit so einem Spray an, um meinen Rachen zu betäuben und den Würgereflex etwas zu dämmen. Da ich mich vorher über Magenspiegelungen belesen hatte und wusste, dass man dieses Betäubungsspray nur benutzt, wenn man keine Sedierung macht, sagte ich ihr nochmal, dass ich doch eine Sedierung wolle. Und dann sagte sie allen ernstes zu mir "Ach....Sie wirken so stark auf mich...das schaffen Sie auch ohne....und wenn es doch nicht geht, dann können wir Sie auch immer sedieren". Mein Herz begann wie wild zu pochen und schwups....schon sprühte sie mir dieses Betäubungsspray in den Hals. Das Zeug wirkt sehr schnell und man bekommt das Gefühl, als würde einem der Hals zuschwellen und man kann auch nicht mehr so richtig gut reden (hört sich jetzt schlimmer an, als es wirklich ist). Jedenfalls war ich so überrumpelt...so wollte ich das doch gar....aber ich war auch echt unfähig mich dagegen zu wehren. Einerseits wegen dem betäubten Hals/Rachenraum und weil ich halt so überrumpelt war. Dann hat die Arzthelferin mich auf die linke Seite gelegt, der Arzt kam rein....mir wurde so ein Mundstück in den Mund geschoben und zack....schon hatte ich den Schlauch drinnen....nach wenigen Minuten (schätzungsweise 3 Minuten) war das ganze dann auch vorbei...ich habe mich aufgesetzt und sollte mich dann ins Besprechungszimmer setzen. Dann kam auch schon der Arzt, sagte dass alles in Ordnung ist...fragte noch ob ich rauche, was ich dann auch bejahte und er meinte dann kackfrech zu mir "Hören Sie auf zu rauchen, dann haben Sie auch keine Beschwerden". Tja....und dann bin ich wieder gegangen. Ich war ziemlich schockiert über die ganze Sache. Über die Überrumpelung und über den frechen Arzt. Als ich mich dann wieder nach einiger Zeit gefangen habe, dachte ich mir so "Hey klar, es gibt sicherlich schöneres als so ne Magenspiegelung voll und ganz mitzubekommen. Aber hätte man mich vorher gefragt, wie ich mir eine Spiegelung ohne Sedierung vorstellen würde, dann hätte ich es mir viiiiiiiiiiiel schlimmer vorgestellt". Und irgendwie war ich dann schon ein Stück stolz auf mich, dass ich das so gut gemacht habe und war happy, dass es mir gut ging und ich nicht durch die Nachwirkung der Narkose noch total benebelt war.

Vor wenigen Monaten hatte ich dann meine 2.Magenspiegelung. Die ganze Arztpraxis schien mir damals nicht so arg kompetent zu sein und deshalb entschloss ich mich nochmal in eine andere Praxis zu gehen, um mir eine 2.Meinung einzuholen.
In dieser Praxis hatte ich vor 2 Jahren auch mal eine Darmspiegelung machen lassen (natürlich mit Sedierung) und war total zufrieden mit denen. Die Sedierung bei der Darmspiegelung war super toll...ich hatte keinerlei Probleme damit...hab das Zeug gespritzt bekommen, Sekunden später bin ich eingeschlafen und wurde dann wieder geweckt als alles vorbei war. Mir ging es danach auch echt gut. Keine Übelkeit, nur etwas müde war ich den ganzen Tag. Ich wusste, dass die in dieser Praxis auch auf jeden Fall bei einer Magenspiegelung auf Wunsch eine Sedierung machen. Der Arzt bei der Darmspiegelung hatte mich nämlich gefragt, als er in meinem Anamesebogen gelesen hat, dass ich schon mal eine Magenspiegelung hatte, ob ich dort auch eine Betäubung hatte und wenn ja welche. Ich habe ihm dann erzählt, dass ich keine hatte und dann meinte er nur "Sie sind ja eine starke Löwin" :-)

Jedenfalls war ich so begeistert von der Sedierung bei der Darmspiegelung, dass ich mir fest vornahm bei der Magenspiegelung auch eine machen zu lassen. Am Tag der Untersuchung hatte ich dann erst so ein kleines Vorgespräch mit dem Arzt und er fragte mich dann auch, ob ich dabei schlafen möchte oder nicht. Und was soll ich euch sagen? Ich habe ganz spontan und aus dem Herzen heraus "Nein, ich möchte nicht schlafen gesagt". Irgendwie ging auf einmal in meinem Kopf rum, dass ich das ganze schon mal ohne gemacht habe und dass es ja gar nicht sooooo schlimm war und auf einmal wollte ich für diese wenigen Minuten nicht auch noch meinen Körper betäuben und ihm noch mehr zumuten, als ich es ohnehin schon tue. Zumal ich ja auch grade Kinderwunsch habe und ich zu diesem Zeitpunkt nicht sicher war, ob ich eventuell schwanger bin. Ich habe an mein potentielles ungeboreres Baby gedacht und war auf einmal gaaaaanz stark. Ich war selber ganz erstaunt von mir und aber auch mega stolz. Und ich habe es auch ein 2.Mal ohne Sedierung machen lassen. Wieder mit dem Fazit, dass es natürlich schönere Sachen gibt, aber dass man es auf jeden Fall aushalten kann.

Ich erzähle dir das, damit du weißt, dass ich als Emo es sogar 2 Mal ohne jegliche Narkose habe machen lassen....und das 2.Mal davon sogar freiwillig. Und dass es nicht so schlimm ist, wie man es sich vorstellt. Ich sage dir natürlich nicht, dass du es auch ohne machen sollst....aber vielleicht nimmt dir das deine Angst, dass du während der Untersuchung aufwachen könntest (was aber nicht passieren wird). Bei meiner Narkose während der Darmspiegelung bin ich ja auch nicht aufgewacht, sondern habe alles friedlich verschlummert :-) Und für den gaaaaaaaanz unwahrscheinlichen Fall, dass du dennoch was mitbekommen solltest (ich lege aber meine Hand dafür ins Feuer, dass es nicht passiert), selbst dann ist es wirklich nicht schlimm :-)

danielelmohtar
Beiträge: 3
Registriert: 15.12.2014, 02:53
Wohnort: Cloppenburg

Re: Magenspiegelung mit Emetophobie und Meine Geschichte

Beitragvon danielelmohtar » 06.01.2015, 19:11

Hallo Laura1985 ,
Danke das du dir die Mühe gemacht hast so viel zu schreiben .
Also es ist nicht so einfach, jetzt denke ich wieder ob ich vielleicht dann mittendrin Erbreche und bekomme dann voll Panik. Und wenn ich mit Narkose mache und dann wieder aufwache wird es ein schwindelig und übel? Weil ich war vor je Woche beim Ohrnatzt und der hat mein Gleichgewichtsorgan untersucht. Er hat mir auf beide Ohren erst die linke kalte Luft rein gesprüht so das mir schwindelig wird, da wurde mir Kotzüberl, das rechte Ohr wollte ich erst gar nicht machen weil ich dachte das ich mich wirklich Übergeben werde. Aber Augen zu und durch! Da hab ich es gemacht und die Ärztin hat mir ein Eimer gegeben falls ich muss. Aber nein, musste ich Gott sei dank nicht. Seitdem hab ich auch schon bisschen Angst das wenn mir schwindelig wird ich mich Übergebn muss :(
there's a million reasons why i should give you up but the heart wants what it wants <3


Zurück zu „Therapie, SHGs & Medizinisches“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast