Auf dem Weg in die Verhaltens-/Konfrontationstherapie

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samadhi
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Auf dem Weg in die Verhaltens-/Konfrontationstherapie

Beitragvon samadhi » 19.12.2014, 20:19

Ihr Lieben,
ein paar von euch kennen mich noch von früher. Die letzten Monate war ich quasi gar nicht hier. Das lag daran, dass in meinem Leben sehr viel passiert ist und es mir streckenweise so schlecht ging, dass entweder die Emo total hintergründig oder aber so präsent war, dass ich mich mit diesem Forum einfach nicht auseinandersetzen konnte.
Nun habe ich nach längerer Suche nach einem Therapieplatz zufällig eine Einrichtung gefunden, die sich mit meiner Phobie ein bisschen auskennt (Zentrum für Psychotherapie in Bochum) bzw. wo ich mit dieser Angst kein Paradiesvogel bin. Ich hatte heute ein Vorgespräch und war sehr überrascht, als man mir nach meiner Erzählung sagte, ich sei dort ganz und gar kein Einzelfall, es gäbe dort recht viele Patienten mit dieser Phobie und man habe dort schon gute Erfolge mit einer Konfrontationstherapie erzielt. Ich bin (vor allem aufgrund der hier geschilderten Erfahrungen) noch sehr skeptisch, aber ich will alles versuchen. Am Montag muss ich zwei Fragebögen abgeben, die seeehr umfangreich sind und sowohl mein gesamtes bisheriges Leben, als auch meine "Problembereiche" abfragen. Danach komme ich auf die Warteliste und dann wird mir ein Therapeut zugewiesen, der sich mich als Patienten anhand der Diagnoseliste aussuchen wird.
Ich hab beschlossen, dass ich versuchen werde hier nach und nach von den Maßnahmen zu berichten, die im Bezug auf die Emo getroffen werden. Da ich nicht "nur" wegen Emo dort bin, wird sie nicht immer Thema der Sitzungen sein, aber sie ist auf jeden Fall ein Bereich meines Lebens, der meinen Alltag stark beeinflusst und deswegen endlich mal von dort verschwinden soll. Ich hoffe einfach, meine Berichte können einigen zumindest etwas helfen.
Ich hoffe, euch geht es einigermaßen gut, die Jahreszeit macht ja doch eher vielen zu schaffen.
Bis dahin schöne Feiertage und liebe Grüße an alle, die mich kennen und nicht kennen,
samadhi

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Re: Auf dem Weg in die Verhaltens-/Konfrontationstherapie

Beitragvon Sase » 19.12.2014, 20:25

Hallo samadhi!
Schön, dass du wieder da bist (wobei es natürlich nicht so schön ist, dass es dir so schlecht geht).
Ich bin schon wirklich sehr gespannt auf deine Berichte!
Niemand wird kommen, um dir zu helfen - Du musst es selbst tun!

Kinabalu
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Re: Auf dem Weg in die Verhaltens-/Konfrontationstherapie

Beitragvon Kinabalu » 21.12.2014, 01:46

Hallo samadhi,
schließe mich sase an, schön wieder von dir zu lesen, wobei es natürlich eigentlich schöner wär wenn es dir gut gehen würde!
ich bin gespannt auf deine Schilderungen.

Zum Thema Konfrontationstherapie. Mach da bitte nur was du auch wirklich willst. Wenn du etwas nicht machen willst dann äußere das umbedingt. Der therapeut sollte mit dir zusammen etwas an und über deine Grenzen gehen aber wenn du etwas nicht willst-wirklich aus deinem tiefsten inneren nicht willst (nicht nur wegen der Angst) lass dich da nicht überreden. Ich finde es gut dass du etwas skeptisch bist aber dich drauf einlassen willst. ich glaube das ist schonmal die richtige Einstellung.
Ich bin sehr gespannt was du so berichtest!
And every demon wants his pound of flesh
but I like to keep some things to myself
I like to keep my issues strong
it's always darkest before the dawn

And it's hard to dance with a devil on your back
so shake him off!

samadhi
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Re: Auf dem Weg in die Verhaltens-/Konfrontationstherapie

Beitragvon samadhi » 26.12.2014, 20:27

Hallo,
danke für eure Antworten und euer Interesse :)
Mir ist eigentlich ziemlich früh schon versprochen worden, dass man in der Einrichtung sehr großen Wert drauf legt mich nicht zu überfordern, damit der Therapieerfolg auch nachhaltig ist und sich nichts auch noch verschlimmert. Ich hab echt große Hoffnung, weil die Einrichtung als universitäres Forschungsinstitut einen hohen Qualitätsanspruch hat und aktuell sogar eine Studie zu Angsterkrankungen läuft. Nach jeder Sitzung kann ich am PC die Sitzung selbst bewerten und Wünsche äußern (ohne Beisein des Therapeuten) und es wird erst eine gründliche Diagnostik gemacht (mehrere 1-2 stündige Sitzungen) und selbst zwischen den Therapiestunden sind nochmal Diagnostik-Einheiten, die aber NICHT von der Therapie selbst abgerechnet werden. Erst nach dieser ganzen Vor-Diagnostik wählt ein Therapeut mich aus, die haben alle verschiedene Spezialgebiete. 1x die Woche haben die Therapeuten Supervision und werten die Videos der Sitzungen (ja, man wird gefilmt) mit einem Supervisor aus und schauen, was man besser machen kann etc. - deswegen fühle ich mich insgesamt sehr sicher und glaube fest an einen Erfolg, solange ich das denn will und genug mitarbeite. Die einzige Herausforderung wird wohl eher, mir selbst nicht zu viel zuzumuten und geduldig mit mir zu sein, denn am liebsten würde ich mit dem Finger schnippen und schon kurz vorm Ende sein. Muss ich wohl durch ;)


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