SD - Unterfunktion und die Folgen (bei MIR)

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Feldweg
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Re: SD - Unterfunktion und die Folgen (bei MIR)

Beitragvon Feldweg » 13.11.2013, 02:15

So, Ihr glaubt es nicht :shock:

Ich habe in meiner Verzweiflung nochmal initiativ einen anderen Nuklearmediziner aufgesucht. Und siehe da - es kamen komplett andere Werte raus, als bei den Untersuchungen zvor.
Meine bisherige Einstellung von 25µg ist ein Witz - ich habs gewusst. Sofort hochdosiert.

Und er sagte mir: " natürlich darf man nicht ausschließlich nach irgendwelchen WERTEN gehen - Ihr Befinden zählt für mich"

Was bin ich froh, es nochmal versucht zu haben!!!!!! - in den nächsten 2 Wochen müsste ich ne wesentliche Besserung verspüren.

Ich hab schon an meinem Verstand gezweifelt

LG

mimi
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Re: SD - Unterfunktion und die Folgen (bei MIR)

Beitragvon mimi » 13.11.2013, 09:50

Das klingt doch nach einem kompetenten Arzt! Freut mich für dich!

Ich hab übrigens jetzt auch meine Ergebnisse und Tabletten, ich soll schon mit 50er-Tabletten anfangen und in 4 Wochen kontrollieren & evtl. sofort hochgestuft werden.. In 3 Monaten dann das gleiche Spiel nochmal. Also scheinen 25 mg (mein Handy kann das griechische "m" nicht, verzeiht :D aber ist ja klar, was ich mein..) eine echte Babydosis zu sein ;-)

Ich wünsch dir ganz schnelle, gute Besserung!
Lady Angst bittet zum Tanz, ich nehm die Beine in die Hand - ich sing nie mehr die alten Lieder und ich brenne den Tanzsaal nieder!

Natalie
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Re: SD - Unterfunktion und die Folgen (bei MIR)

Beitragvon Natalie » 13.11.2013, 20:04

Ist übrigens ganz schön, von ein paar anderen "Unterfunktionären" zu hören.
Ich habe selber eine leichte Unterfunktion (*) und nehme seit ca. 2 Jahren 50 mg. Ich habe küzrlich auf eigene Faust auf 75 erhöht. Weiß nicht ob der Wechsel der Jahreszeit einen Einfluss hatte, aber mein Bedarf ist definitiv höher geworden und ich bin endlich auch Abends wieder leistungsfähig. Ich finde, als Betroffene spüren wir die richtige Dosis immer noch am besten ...
Auch wenn 25 an und für sich eine Minidosis sind: sie haben bei mir einen Riesenunterschied gemacht.

(*) genau genommen liege bzw. lag ich am unteren Limit des Sollwertes, aber mit eindeutigen Symptomen einer Unterfunktion.

Feldweg
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Re: SD - Unterfunktion und die Folgen (bei MIR)

Beitragvon Feldweg » 13.11.2013, 20:16

mein Glück war eine Begegnung mit einem Mediziner im privaten Rahmen, der seine Zulassung als Kassenarzt freiwillig abgegeben hat.

Ich habe mit ihm über die SD (er ist auch Endokrinologe) gesprochen und er schüttelte nur den Kopf. Er sagte, er könne sich nicht weiterhin ins Gesicht schauen, wen er das, was hier mit Kassenpatienten gemacht wird, weiter unterstützt.
Und die Angstmacherei - gerade im Bezug auf die SD - sei frapierend.
Ich habe mir erklären lassen, dass es durchaus üblich sei, dass SD - UF gererell erstmal zu niedrig angesetzt werden. Und man dann schnell dazu übergehe, Patienten eine "Depression", bzw. ein "psychisches Problem" einzureden - gerade bei SD - Erkrankungen. Warum das so ist - klar, mit Angstmacherei die Patienten "gefügig" zu halten, entsprechend die Kosten für die KK zu deckeln. Interesant bei dem Überschuss, den die Kassen seit Jahren zu verzeichnen haben.
Was lerne ich wiedermal daraus? : Es ist niemals gut, sich mit nur einer Meinung zufrieden zu geben und wenn ich "spüre": "da stimmt was nicht" - dem immer und unbedingt nachgehen, egal, was andere davon halten - auch wenn es Ärzte oder Proffessoren ect sind. Keiner steckt in meiner Haut - außer mir selbst.

mimi
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Re: SD - Unterfunktion und die Folgen (bei MIR)

Beitragvon mimi » 13.11.2013, 20:31

Krass, sowas zu sehen.. Als "normaler" Mensch und Kassenpatient ist man doch wirklich verloren.
Mein Vertrauen in Ärzte hab ich ja schon länger verloren, aber sowas von einem ehemaligen Kassenarzt zu hören ist doch nochmal ein ganz anderes Kaliber.

Sei froh, dass du den getroffen hast - ich bin mir sicher, dass der dir auch auf Dauer hilft!

Hast du ihn mal gefragt, ob sich durch die Erhöhung der Medikamente auch deine allgemeine psychische Verfassung besser werden könnte? War das seiner Meinung nach auch nur "Panikmache" des anderen Arztes? Wäre ja super...
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Re: SD - Unterfunktion und die Folgen (bei MIR)

Beitragvon Feldweg » 13.11.2013, 21:11

Nun - klar, die emotionalen "Abfälle" hängen unmitelbar mit der SD zusammen - ebenso die "Depressionsneigung" - allerdings habe ich ja tatsächlich eine krasse Geschichte im Hintergrund - die noch viel Kraft brauchen wird, denn es komen immer mehr, jahrelang verschüttete, Bilder ins Bewustsein.

Allerdings wird mir mit einer vernünftig eingestellten Schilddrüse wesentlich mehr Energie zur Verfügung stehen - Abwarten, eine Veränderung im Allgemeinbefinden werde ich in den nächsten Wochen merken. - so hoffe ich

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Re: SD - Unterfunktion und die Folgen (bei MIR)

Beitragvon Nougat » 13.11.2013, 22:17

Hey..

schön zu hören dass Du noch eine 2. Meinung gehört hast und jetzt handeln kannst. Wieviel µg nimmst Du denn jetzt? Steiger nicht zu hoch, denn auch die Nebenwirkungen einer Überdosierung vom L-Thyrox können fiese Nebenwirkungen erzeugen (siehe mein ellenlanger Thread auf Seite 1). Ich würde wirklich in 25er Schritten hochdosieren und halt alle 4-6Wochen den TSH kontrollieren lassen und so halt feineinstellen.
Und ich muss mal in die Presche für Kassenärzte spingen. Es sind nicht alle so, das sie sich nichts scheißen..; mein Arzt ist super und ich bin auch Kassenpatientin.

Hast du geschaut ob Du sonst irgendwelche Mängel hast? Das L-Thyroxin ist kein Wundermittel. Lass mal Deinen Eisenwert (Hb-Wert und Ferritinwert (Eisenspeicher))checken, Ebenso wie Selen, Zink und Vit. B12. Diese Mängel haben SD-Pat. auch ganz gerne mal. Wenn Eisen und Vit.B12 fehlt, dann kannste L-thyrox futtern soviel und so hochdosiert Du willst, du wirst nicht wirklich mehr Engerie kriegen.

Alles Gute weiterhin..

Nougat
LG
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Re: SD - Unterfunktion und die Folgen (bei MIR)

Beitragvon Feldweg » 13.11.2013, 23:32

Hey Nougat.

Die Werte (Eisen, Vitaminspiegel ect.) ist alles gecheckt und ok.
Ich nehme jetzt erstmal 50 µg für 4-6 Wochen, dann sehen wir weiter.

Ich wolle nicht angriffig gegen ALLE Kassenärzte erscheinen - ich hatte halt mit den letzten PECH. Mein wundervoller HA, der mich 20 Jahre begleitet hat, ist leider in Pension gegangen. Ein herber Verlust.
Ich habe mir da keine "zweite Meinung" eingeholt - sondern die VIERTE :shock:

LG


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