Zeit bis zur Therapie überbrücken

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nasenbaerin35

Zeit bis zur Therapie überbrücken

Beitragvon nasenbaerin35 » 27.11.2011, 15:26

Hallo zusammen,

seit Dezember 2010 ist mein Leben nicht mehr so, wie es vorher war (siehe bei Interesse meine Treads). Der Alltag ist von Angst und Panik und der Emo geprägt. Ich habe mich fast völlig isoliert und gehe mit meinem Mann nur noch dann raus, wenn ich mich vorher mit ein, zwei Bier "betäubt" habe. Wenn wir dann am Ziel angekommen sind, haben wir schöne Abende, aber ich betrinke mich dabei.
Da meine Ehe durch meine Angst, Panik & Emo sehr, sehr gelitten hat (obwohl ich einen verständnisvollen und super tollen Mann habe), habe ich mich ENDLICH in eine Praxis begeben. Ich habe begriffen, dass ich alleine nicht aus dem Sumpf gelange und sowohl meine Ehe, als auch ich selbst, schleichend kaputt gehe.

Der Doc meinte nach einem langen Gespräch, dass ich vieeeel zu spät etwas unternommen habe und er mir im Grunde in seiner Praxis nicht mehr helfen kann. Er überwies mich in eine psychiatrische Tagesklinik (da ich die stationäre Aufnahme abgelehnt habe), in der ich auch vorstellig wurde. Das war vor ca. 3 Wochen. Mein PRoblem ist nun die lange Wartezeit. Ich muss mit bis zu 3 Monaten rechnen. Das hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen und mir geht es seitdem sehr schlecht. Ich weiß nicht, wie ich die Zeit bis dahin überbrücken soll. Kann kaum etwas essen, mir ist ständig übel, ich bin müde und kraftlos, schleppe unzählige Mittel aus der Apotheke mit mir herum und beschäftige mich mit hunderten von Fragen, die ich mich nicht getraut habe, zu stellen.

Hat jemand Erfahrungen mit einer Tagesklinik??? Was kommt da auf mich zu und wie wird wohl speziell die Emo behandelt? Gibt es Medikamente, die die Angst vorm Kotzen ausschalten? Der Oberarzt sagte, ich würde vorher gründlich untersucht werden (Blutabnahme, EKG usw.) Muss man auch in eine Röhre zwecks Computertomographie??? Das wäre furchtbar für mich, da ich auch Platzangst habe und schon zwei mal im Leben in der Röhre war und mich während der Untersuchung bekotzt habe.

Nehmen wir mal an, ich treffe in Gruppentherapien auf weitere Emos. Wie schalte ich die Angst aus, dass sich jemand vor meinen Augen übergibt???? Ich kann mir auch gar nicht vorstellen, mittags mit den Anderen zu essen. Wenn ich esse, dann alleine oder nur mit meinem Mann. Ich halte die Warterei nicht mehr aus und heule fast täglich :o(

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