Stärke der Angst variiert

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Helena
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Stärke der Angst variiert

Beitragvon Helena » 16.08.2015, 15:49

Hallo ihr,

also, es ist bei mir bzgl. der Fremdkotzemo so, dass die Angst in ihrer Stärke sehr unterschiedlich ist, je nach Grund, aus welchem sich derjenige übergibt. Wenn ich mir sicher sein kann, dass das Erbrechen nicht krankheitsbedingt ist, ist es für mich längst nicht so schlimm wie wenn es z.B. durch MDG ausgelöst ist. Als beispielsweise mal eine Klassenkameradin kotzen musste, weil sie zu viel Kakao getrunken hatte, konnte ich nach der Stunde wieder ganz normal mein Pausenbrot essen. Es ist nicht so, dass mir solche Situationen rein gar nichts ausmachen, ich hab dann schon auch Angst, die kommt aber nicht im Entferntesten an dieses "Horror"-Gefühl wie in Situationen, wo MGD als Ursache nicht ausgeschlossen werden kann, ran. Ich frag mich einfach, wieso das so ist. Die Möglichkeit der Ansteckung und dass ich dann selber kotzen müsste, kann nicht der (alleinige) Grund sein, denn bei Filmen ist es dasselbe. Es hängt immer vom Grund ab und auch davon, wie schlimm es für den Betreffenden ist / zu sein scheint.
Ich weiß also auch theoretisch, wie es sich anfühlt, wenn man fremdes Erbrechen nicht als schlimm oder panikauslösend empfindet, und doch kann ich das absolut und beim besten Willen nicht auf andere Gegebenheiten übertragen. Solche sind dann nach wie vor die Hölle. Hat da vielleicht jemand eine Idee, was es damit auf sich haben könnte?

eswirdbesser
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Re: Stärke der Angst variiert

Beitragvon eswirdbesser » 16.08.2015, 16:17

Hi,

ich denke es hat schon etwas mit der Ansteckungswahrscheinlichkeit zu tun. Wenn jemand zuviel isst/trinkt und davon erbrechen muss, besteht nicht das Risiko, dass du Dich anstecken kannst. Daher kannst Du da deutlich gelassener bleiben.

Was meinst du mit "bei Filmen ist es dasselbe"?
Angst ist nicht rational. Auch wenn Du dich über einen Film nicht mit einem Virus anstecken kannst (außer er ist illegal gedownloadet; schlechter Witz), so erkennt dein Unterbewusstsein doch möglicherweise die Gefahr (natürlich zu Unrecht).

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Megan.Morgue
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Re: Stärke der Angst variiert

Beitragvon Megan.Morgue » 16.08.2015, 18:48

Hallo

also mir geht es genauso. Wenn der Grund des Erbrechens Anderer keine "Gefahr" für mich selbst besteht kann ich es wesentlich besser verkraften.
Warum genau das so ist liegt meiner Meinung nach wirklich an der Ansteckungsgefahr, die davon ausgeht. Bei Filmen kann unsere Angst glaub ich nicht zwischen Realität und Film unterscheiden und bewertet die "Gefahr" deshalb genauso.

Also du bist damit nicht allein :)
"There is nothing either good or bad, but thinking makes it so". - (Hamlet, Act II, Scene II)

eswirdbesser
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Re: Stärke der Angst variiert

Beitragvon eswirdbesser » 16.08.2015, 21:37

Was mir dazu noch einfällt: Wer jetzt sagt, die Angst kann da nicht unterscheiden, zwischen Realität und Film, das wäre ja Quatsch, den will ich mal bei nem richtigen Horrorfilm mal nicht vor Schreck zusammenzucken sehen ;)

Helena
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Re: Stärke der Angst variiert

Beitragvon Helena » 17.08.2015, 11:53

Hm, okay, dann spielt einem das Unterbewusstsein da mal wieder ein Streich... Aber das mit dem Horrorfilm ist natürlich einleuchtend. :)

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Abbel
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Re: Stärke der Angst variiert

Beitragvon Abbel » 17.08.2015, 12:06

Horrorfilme sind nur Horror, wenn da gekotzt wird :lol:
No Narcotics In My Brain Can Make This Go Away
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