Ernährungs- und/oder Medikamententagebuch

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Kinabalu
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Re: Ernährungs- und/oder Medikamententagebuch

Beitragvon Kinabalu » 15.08.2015, 01:41

Megan.Morgue hat geschrieben:Bin so happy, dass solche Tage wieder vorkommen (wenn auch nicht zu häufig)


Es wird mehr und es wird einfacher. Man merkt eigentlich garnicht soo sehr dass es einfacher wird weil man dann auch immer mehr macht. aber irgendwann steht man im Urlaub am Strand oder sonstwo und denkt sich. Hups wie ging denn das jetzt. Lag ich nicht heute vor eine Jahr mit einer Depression im Bett.

Zur "Scheiß egal Haltung". Ich habe sicher noch Situationen in denen ich die Angst bemerke. Aber die sind eher sozial geprägt. Wenn ich z.B. körperlich nicht fit bin (Kreislauf o.ä) aber mit Bekannten (nicht mit richtigen engen Freunden) verabredet bin.

Aber ***evtl trigger!***
Ich bin vor circa 3 Wochen nachts aufgewacht, weil ich so ein Druckgefühl im Hals hatte. So als wenn man n großen Bissen genommen hat und der so im Hals laaangsam runterwandert-nur ohne runterwandern. Bin dann aufgestanden, habe was getrunken, und noch was getrunken und und und und ich habe diesen Klos nicht wegbekommen. Und irgendwann kam mir der Gedanke..Hm wenn es runter nicht geht, vielleicht möchte mein Körper dass dann in die andere Richtung hin loswerden? Und es war mir egal! Ich hab dann noch etwas gewartet und dachte dann ich geh jetzt einfach mal ins Bad. Und auf dem Weg dahin merkte ich dann so ein komisches Gefühl-und ich kam grade noch rechtzeitig im bad an. zwischendrin habe ich dann auch gedacht "wow krass passiert das grade wirklich" Aber dann war es vorbei und der Kloß war weg-mir ging es richtig gut. Viel besser. Ich habe zum ersten mal erlebt, dass Erbrechen eben wirklich ein Akt ist mit dem der Körper sich hilft. Vorher hatte ich eigentlich immer MDG und da hatte ich jedenfalls auch danach nicht das Gefühl es geht mir besser. Aber diesmal wusste ich sogar direkt: das was mir nicht gut getan hat ist jetzt aus mir raus. Ich hätte direkt ins Bett gehen können aber ich bin dann doch sicherheitshalber noch n bisschen auf dem Sofa geblieben (man weiß ja nie) und dann ins Bett. Und es geht mir gut! das war so immer meine letzte Hürde. So nach dem Motto "ich schaffe alles-aber wer weiß wie es dir geht wenn es dann doch zum worst-case kommt.
Also das viel mir grade so zur Scheiß-egal Haltung ein.
Aber ist ejtzt doch etwas lang geworden. Wenn es dich stört gliedere ich das gerne mal aus-ist ja dein Thread
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Megan.Morgue
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Re: Ernährungs- und/oder Medikamententagebuch

Beitragvon Megan.Morgue » 15.08.2015, 15:05

Kinabalu hat geschrieben:Es wird mehr und es wird einfacher. Man merkt eigentlich garnicht soo sehr dass es einfacher wird weil man dann auch immer mehr macht. aber irgendwann steht man im Urlaub am Strand oder sonstwo und denkt sich. Hups wie ging denn das jetzt. Lag ich nicht heute vor eine Jahr mit einer Depression im Bett.


Ja solche Momente hatte ich schonmal. Leider hat sich danach die Emo auch wieder verschlechtert, aber zumindest weiß ich jetzt, dass es geht!

Nee nee also stören tut mich das nicht. Leider hat mich deine Geschichte schon etwas getriggert, da ich oft einen Kloß im Hals habe, ABER das ist kein Grund es irgendwie zu verschieben. Gerade mit solchen Dingen muss man sich ja auch außeinandersetzen. War dir denn dann auch Übel oder nur der Kloß im Hals?
Ich habe das Glück, dass ich seit meiner Kindergartenzeit keine Mdg mehr hatte und mich daran auch nichtmehr erinnern kann. Ich kann mich seitdem auch nur an 5 Mal erinnern, wo ich mich übergeben habe, und 2 davon waren als ich eine mächtige Blinddarmentzündung hatte (das war 2013). Damals hatte ich dabei auch keinerlei Panik, weil es mir insgesammt so scheiße ging, dass ich für Panik garkeine Zeit hatte. Es ist einfach passiert. Hätte ich mich nicht übergeben wäre ich wahrscheinlich erst viel zu spät ins Krankenhaus, weil ich es nicht so ernst genommen habe vorher. Also war es etwas gutes.
Ich denke ich bin aber generell nicht anfällig für Erbrechen, was vll zu meiner Angst auch beigetragen hat, da es für mich etwas "unbekanntes" ist.

Ok wurde auch etwas lang, aber macht nix.
"There is nothing either good or bad, but thinking makes it so". - (Hamlet, Act II, Scene II)

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Re: Ernährungs- und/oder Medikamententagebuch

Beitragvon dariusbritt » 15.08.2015, 15:29

Megan.Morgue hat geschrieben:Ich kann mich seitdem auch nur an 5 Mal erinnern, wo ich mich übergeben habe, und 2 davon waren als ich eine mächtige Blinddarmentzündung hatte (das war 2013). Damals hatte ich dabei auch keinerlei Panik, weil es mir insgesammt so scheiße ging, dass ich für Panik garkeine Zeit hatte. Es ist einfach passiert.


(weiß jetzt nicht, inwiefern das auch triggernd ist - also gibt keine bildlichen Beschreibungen etc., geht eher in die Richtung von kinabalu)

Ist bei mir zwar mittlerweile auch schon wieder 3 Jahre her, aber als ich das letzte Mal eine MDG (oder was verdorbenes gegessen) hatte, ging es mir auch so. Also ich hatte schon unterschwellig Angst, aber die Übelkeit war anders, auslaugender. Ich konnte zwar auch da nicht schlafen, aber da war es wirklich NUR vor Übelkeit, ich hab keine Gedankenspiralen gehabt o.ä.). Ich dachte mir auch nicht die ganze Zeit "Oh Gott, jetzt ist es so weit, jetzt musst du kotzen. Jetzt - ich merk's", sondern es ist alles irgendwie instinktiv passiert. Und mir ginge danach immer für kurze Zeit schon fast wieder gut. ^^

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Re: Ernährungs- und/oder Medikamententagebuch

Beitragvon eswirdbesser » 16.08.2015, 21:43

Also das mit dem Klos im Hals hat mich tatsächlich auch etwas getriggert. Ich befürchte jetzt, dass mir ab jetzt auch Klöße im Hals begegnen (und nicht die Essbaren).

**achtung kotzgeschichte**

Ich hatte aber vor 2-3 Monaten einen ordentlichen Noro-Virus. Da hatte ich ein ganz anderes Übelkeitsgefühl als sonst. Ich bin etwas nach draußen gegangen und dachte mir dann, boah Dir geht's so scheiße, wenn Du jetzt kotzen musst dann lass das auch zu, dann ist das wenigstens vorüber. Und dann hab ich gekotzt. War überhaupt nicht schlimm. Etwas unangenehm, ja. Aber das geht wohl jedem so. Leider hat sich das dann noch 2 weitere male am Abend wiederholt und ich hatte echt mehr als flüssigen Durchfall die nächsten Tage. Mich hat's also so richtig ausgeknockt kann man sagen. Als ich danach genesen war, war die Angst sogar kurze Zeit weg, ich wusste ja, dass es nichts schlimmes ist. Leider kam dann genauso ein Gefühl wie direkt vor dem Kotzen und ich bin dann in Panik aus einem Treffen herausgegangen. Der einzige Fehler den ich dann gemacht habe war, es nicht zuzulassen sondern mich mir schnell ein Magenberuhigungsmittel reinzuwerfen und mich dann zu verabschieden. So habe ich die Angst wieder zurückgeholt.
Ich denke so ein Kloß im Hals muss nichts heißen. Oft hat man einen Kloß im Hals und es passiert nichts, es ist demnach kein Zeichen für Erbrechen.

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Re: Ernährungs- und/oder Medikamententagebuch

Beitragvon Parasomnia » 17.08.2015, 09:30

Der einzige Fehler den ich dann gemacht habe war, es nicht zuzulassen sondern mich mir schnell ein Magenberuhigungsmittel reinzuwerfen und mich dann zu verabschieden. So habe ich die Angst wieder zurückgeholt.


Das war sicher ein Fehler, aber ich glaube nicht, dass allein das dafür verantwortlich war, dass die Angst zurückkam. Ich habe hier so oft von Mitgliedern gelesen, dass sie sich durch eine Krankheit dann doch übergeben mussten, danach kurzfristig angstfrei waren und die Angst dann zurückkam - oft noch stärker als sie vorher war. Egal, ob sie nun Magentropfen genommen hatten oder nicht. Die Angst kommt wieder, weil sie nur rudimentär und oberflächlich etwas mit dem Kotzen zu tun hat. Deshalb wird es wahrscheinlich auch niemanden heilen, quasi therapeutisch zu kotzen. Die tatsächlichen Ängste liegen meistens ein Stockwerk tiefer.
Es kommt dazu - trotz alledem -, dass sich die Furcht in Widerstand verwandeln wird - trotz alledem.
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Re: Ernährungs- und/oder Medikamententagebuch

Beitragvon Megan.Morgue » 19.08.2015, 15:37

Oke erstmal ein Danke an alle, die mir hier geantwortet haben :)
Ich denke es geht jetzt schon ein wenig vom Thema weg, weshalb ich gerne auf das thema von eswirdbesser verweisen will http://www.emetophobie.de/forum/viewtopic.php?f=17&t=18165
Ich denke da kann man das Thema gut weiterführen, da es dort auch um die tiefer gelegenen Ängste geht, die von der Emo überlagert werden.

Wer natürlich zu dem Thema hier noch etwas schreiben will ist natürlich herzlich willkommen und ich versuche euch über meine Erkentnisse diesbezüglich auf dem Laufenden zu halten.
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