Ich Suche nach dem woher...

Alles rund um Emetophobie, dass sonst nirgendwo hinpasst!

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Catalaya
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Ich Suche nach dem woher...

Beitragvon Catalaya » 20.12.2013, 01:30

Hallo zusammen

Ich lese bei euch immer wieder wie es bei euch zu der Emo gekommen ist..das ihr denkt das es von dem kommen kann oder sagt das ihr es schon als Kleinkind hattet.
Ich versuche auch schon seit langem heraus zu finden warum icu diese so extrem starke angst vor dem er***** habe...aber ich weiss es nicht :-( ich habe diese krankheit nun seit 6-7 jahre und heute bin ich am ende meiner kräfte abgemagert kraftlos immer hungrig und lebe total isoliert.
Ich weis das ich als Kind auch hin und wieder gek**** habe nicht oft aber auch..habe es nicht schlecht in erinnerung. Icu bin auch sehr glücklich aufgewachsen sehr familär und zufrieden. Normale schulbildung lehre ..alles schön wie ich es in erinnerung habe. darum kann icu es so gar nicht verstehen. wist ihr mir Rat?? Fällt euch was ein?? bitte zögert nicht und fragt oder sagt mir eure Meinung
glg Catalaya

Aalinchhen
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Re: Ich Suche nach dem woher...

Beitragvon Aalinchhen » 20.12.2013, 09:03

Guten Morgen Catalaya,

ich stecke genau da wo du steckst, ich frage mich diese Frage auch ständig. Mittlerweile nehme ich auch wieder ab, weil es imoment wieder schlimmer geworden ist. Wenn ich wüsste woher es kommt dann wäre mir schon etwas geholfen. Ich rede viel mit meiner Mama, frag sie ob irgendwann mal was gewesen ist, aber sie kann es sich auch nicht erklären. Wie alt bist Du wenn ich Fragen darf? Der Grund für unsere Krankheit kann auch im Kindergarten liegen, vielleicht hat einer mal gesagt erbre... Ist ekelig und sie haben sich geekelt. Leider gehöre ich zu denen die keine Ahnung haben wo der Auslöser ist. Ich hoffe dir geht es bald wieder besser, wir müssen stark sein.
Leichter gesagt als getan es muss aber immer bei uns im Kopf sein.

Grüsse Alina

Glycerine
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Re: Ich Suche nach dem woher...

Beitragvon Glycerine » 20.12.2013, 11:06

Alsooooo. Erstmal rate ich euch: Zerfleischt euch nicht so. Es ist zwar nicht verkehrt, die Ursache zu kennen . Aber man kann die Phobie besiegen, auch ohne alles zu 100% ergründet zu haben.

Ich schmeiße mal ein paar Fragen in den Raum und ein paar Denkanstöße:
Was verbindet ihr gedanklich mit dem Erbrechen? Scham, Kontrollverlust, Todesangst?
Picken wir uns mal heraus, dass ihr Erbrechen mit Scham verbindet. Dann assoziiert man weiter: Wieso bin ich nicht in der Lage, diesen Schäm aushalten zu können? Ist vielleicht mein Selbstbewusstsein zu schwach oder ist mir generell vieles unangenehm? Vielleicht seht ihr, worauf ich hinaus will.
Es muss nicht immer so sein, dass der Norovirus, den man vor 5 Jahren hatte, der Auslöser ist. Oftmals sind es Ängste, die viel existenzieller sind, die wir aber so unaushaltbar fanden, dass wir eine ,,oberflächlichere" Angst wie das Erbrechen drübergelegt haben.

Eine weitere Anregung: Meine Familie ist ebenfalls toll. Aber das heißt nicht, dass sie immer alles richtig gemacht haben. Und durch unglückliche Umstände und manche ihrer Verhaltensweisen haben sie meine Emo mit ausgelöst. Deswegen hasse ich sie nicht oder halte sie für schlechte Menschen. Aber sie sind eben auch fehlbar.
Als Beispiel nenne ich euch ein paar meiner Erkenntnisse. Vielleicht helfen sie euch:
Ich war in vielen Erbrechsituationen allein, durch verschiedene Umstände, einmal davon im Kindergartenalter.
Ich habe mich von der ganzen Welt allein gelassen gefühlt und war es auch, eine Zeit lang.
Aber ein Kind findet die Vorstellung, dass die Mama nicht da ist und einen alleine lässt, so verängstigend, dass es zum Schütz assoziiert: Ich fürchte mich vor dem Kotzen, nicht vor dem Alleinsein.

Ist das etwas deutlich geworden?:)
„Im Leben geht es nicht darum,zu warten bis das Gewitter vorbeizieht, es geht darum, zu lernen, im Regen zu tanzen. “

Catalaya
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Re: Ich Suche nach dem woher...

Beitragvon Catalaya » 20.12.2013, 12:04

Hallo also ich bin noch 27 werde in ein paar tagen 28

Ich habe so keine schlechten erinnerungen an das übergeben..ich habe mich zuletzt als kind übergeben also das ist echt scho ewig her und so richtig kann icu mich daran auch nicht erinnern..ich weiss nur wenn wir kinder krank waren waren wir nicht alleine. Mama war immer da und hat uns gepflegt und viel auf uns geschaut..ich gehöre auch eher zu denn selbstbewusten menschen.
Wenn icu ans übergeben denke ekle ich mich unglaublich werde panisch und wenn mir dann richtug übel ist und ich denke gleich muss ich bekomme ich todesangst hyperventilire und bekomme eine hardcore panikatacke..in der keiner reden darf keiner darf mich anfassen muss umhergehen am liebsten raus aus der wohnung...alles was mir dann am körper drückt muss wek z.b schal socken enge kleidung..und blos nicht mich anfassen dann dreh ich durch...
Wenn ich es so bei euch lese das ihr z.b. krank wart brechen musstet dann denke ich mir was passiert wenn icu krank werde brechen muss..der gedanke ist grauenhaft!!! Lieber erhänge ich mich als zu brechen..ein gefühl von ich kann es nicht aufhalten nicht kontrollieren ekel und ich denke mir ich halte denn akt nicht aus..ich kann das nicht..das geht nich...:-(

Glycerine
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Re: Ich Suche nach dem woher...

Beitragvon Glycerine » 20.12.2013, 12:28

Aber natürlich geht das. Alle Menschen dieser Welt schaffen das.
Erbrechen ist ein sinnvoller Schutzmechanismus des Körpers. Andernfalls wäre es sehr gefährlich.
Denn das Gift oder die Viren müssen raus.
Du stirbst nicht dabei, du bist stark genug, das auszuhalten. Du musst Vertrauen in dich und deinen Körper haben, dass er in den richtigen Momenten das richtige tut.
„Im Leben geht es nicht darum,zu warten bis das Gewitter vorbeizieht, es geht darum, zu lernen, im Regen zu tanzen. “

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Schlucki
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Re: Ich Suche nach dem woher...

Beitragvon Schlucki » 20.12.2013, 21:39

Ich kann mich Glycerine voll anschließen, besonders dass hier find ich wichtig:
Erbrechen ist ein sinnvoller Schutzmechanismus des Körpers. Andernfalls wäre es sehr gefährlich.

Das bringt euch nicht um, das rettet im Notfall sogar euer leben! Unser Hirn ist ein super-krasses selbstregulierendes System, was sich selbst aber leider schlecht artikulieren kann und deswegen mit soner komischen Angst um die Ecke kommt. Unterschätz auch nicht euer Unterbewusstes. Das macht das ganze nicht zum Spass. Da ist irgendwas, was euch innerlich fertig macht.

Versucht euch mal lieber nicht so drauf zu versteifen, das es DAS Erlebenis geben muss, was es ausgelöst hat. Versucht mal lieber den Motor dafür zu finden, der den Keislauf am Laufen hält. Was ist euch schon immer komisch bei euch vorgekommen im Vergleich zu anderen? Seid einfach mal bedingungslos ehrlich zu euch selbst. immerhin gehts ums höchste Gut: euer Wohlbefinden. Das ist das einzige was ihr wirklich beeinflussen könnt. Die Dinge sind manchmal nicht so wie sie scheinen. Nehmt auch mal eure eigenen Gewohnheiten kritisch unter die Lupe.
Alle Lebewesen ausser den Menschen wissen, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu geniessen. Samuel Butler

MandyN85
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Re: Ich Suche nach dem woher...

Beitragvon MandyN85 » 08.01.2014, 22:32

Hallo ihr Lieben,

ich war/bin auch auf der Suche nach der Lösung, die mir das Leiden erklären könnte. Kann mich an fast alle Situationen erinnern, in denen mir übel war oder das Schlimmere eintrat. Zurück erinnert, waren die Situationen nicht schwer zu ertragen, wohl bedingt durch das Kindesalter.

Das Vertrauen in den Körper zu stärken ist äußerst wichtig. Ich hab das mit einer Expositionstherapie gut in den Griff bekommen. Ich musste ohne Hilfe meiner Schutzmechanismen (Trinken, Ablenkung durch´s Handy...) in die Situationen und die "einfach" durchhalten bis Gewöhnung, die "Habituation" eintrat. Diese Therapieform zeigte wirklich Ergebnisse, dennoch muss ich nachhaltig allein arbeiten. Im Moment habe ich wieder eine Phase in der ich zweifle und die Gründe suche. Für mich wäre die Auslöse-Situation sehr wichtig, da ich dann genau diese beginnen kann zu verarbeiten. Ich träume nicht mal davon, es findet also keinerlei Verarbeitung statt.

Eine alternative Therapie gäbe es noch, sagte meine Therapeutin. Man könnte den Phobiker auch oftmals zum Erbrechen bringen, sich Leute dabei anschauen usw. bis die Habituation eintritt. Ich bin am überlegen, dass mal in Angriff zu nehmen...


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