Was, wenn es passiert?

Alles rund um Emetophobie, dass sonst nirgendwo hinpasst!

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Smarty-
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Was, wenn es passiert?

Beitragvon Smarty- » 23.08.2013, 21:48

Hi Leute,

ich hab mal ne Frage.. Wem ist das schlimmste eigentlich seit der Emo schon mal passiert? Also ich habe bis jetzt das Glück, dass seit ich unter der Krankheit leider mich noch nie übergeben musste... Wem von euch ist es denn bereits passiert? und wie war es? Ich kann es mir gar nicht vorstellen!! Ich glaub ich würde tausend tode sterben wenn es wirklich irgendwann passiert!!! :oops: :oops:

Also ich hab ja nicht das Problem wenn es andere tun.. deswegen könnt ihr gerne offen erzählen. Mich würde es sehr interessieren wie ich mich dabei verhalten soll wenn es mal wirklich passiert... Hatte nämlich vor ca. einer Stunde das Gefühl das es jetzt wirklich passiert und hatte wieder totale Panik.. Badewanne genommen, Mittel gegen Übelkeit genommen und mich langsam wieder beruhigt still dasessen bis die Übelkeit wieder besser war... Dabei war ich mir fast so sicher wie noch nie das es jetzt gleich passiert. Hab scho zum heulen angefangen...

Also wie sind eure Erfahrungen? Sagt ihr danach, "so schlimm war es gar nicht" oder "omg wehe es passiert nochmal"?

Würde mich über Antworten freuen..

LG Smary- :)

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Smarty-
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Re: Was, wenn es passiert?

Beitragvon Smarty- » 25.08.2013, 08:25

hat noch keiner Erfahrungen gemacht?

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Abbel
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Re: Was, wenn es passiert?

Beitragvon Abbel » 25.08.2013, 09:07

Doch, aber darüber möchte ich nicht reden.
No Narcotics In My Brain Can Make This Go Away
http://www.howdoeshomeopathywork.com/

Megan.Morgue

Re: Was, wenn es passiert?

Beitragvon Megan.Morgue » 25.08.2013, 14:30

Ich musste die Erfahrung leider vor ein paar Monaten machen.
Hatte eine Blinddarmentzündung, die ich nicht erkannt habe und dachte es wäre eine Magen-Darm-Grippe, warum ich auch nicht sofort in Krankenhaus bin. Glücklicherweise hatte ich zu dem Zeitpunkt als es passiert ist nur Wasser getrunken und daher empfand ich es das erste mal als nicht so extrem schlimm, das zweite Mal war es schlimmer, da ich versucht hatte was zu Essen.
Aber im Allgemeinen kann ich aber sagen, dass die Panik davor tausendmal schlimmer ist als wenn es wirklich passiert.
Neulich war mir so lange übel, dass ich sogar absichtlich versucht habe mich zu übergeben, damit es endlich aufhört. Ich habe gezittert und dachte ich falle gleich in Ohnmacht und als ichs dann versucht hab und es NICHT geklappt hat war die Panik und die Übelkeit sofort weg! Da habe ich gemerkt, dass die ganze Übelkeit nur vom Kopf ausging. Mir ging es erst gut, als ich mich damit abgefunden hatte, dass ich mich übergeben werde.
Es ist seltsam, denn die Emetophobie ist immernoch da, aber ich versuche nun mehr darauf zu achten ruhig zu bleiben und zu lernen nicht in Panik zu verfallen! Das ist der beste Rat den ich geben kann (wobei das so abgedroschen klingt)

Liebe Grüße
Megan

Kaltblau
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Re: Was, wenn es passiert?

Beitragvon Kaltblau » 27.08.2013, 14:09

Ich habe mich zu Beginn der Schwangerschaft oft erbrochen.

Meine Emo kam auch etwas zurück, als ich erfahren hatte, dass ich schwanger bin.
Und natürlich musste ich unter Morgenübelkeit leiden (so wie unzählige andere Frauen und alle haben es wohl überlebt :D ).
Vor dem ersten Mal hatte ich schon Angst und mein Körper hat sich auch angespannt, als ich merkte, mir ist so schlecht.

Als es das erste Mal passiert ist, ging es mir danach viel besser, die Übelkeit war besser und ich habe gemerkt, dass es nicht so schlimm ist.
In den folgenden Wochen hatte ich immer weniger Probleme damit.

Das einzige Unangenehme für mich ist noch, wenn es vor anderen Menschen passieren würde und die mich dadurch "eklig" finden.

Luna26
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Re: Was, wenn es passiert?

Beitragvon Luna26 » 03.09.2013, 03:48

Hi Smarty!

Ich kann von keinem Erbrechen-Erlebnis erzählen ich hab es seit 22 Jahren nicht mehr gemacht!

Hatte allerdings 3 beinahe-kotz-Erlebnisse und eines weiß ich genau, du WEIßT wann es so weit ist. Mir war kalt und warm gleichzeitig, mein Kreislauf spielte verrückt, ich musste mich sofort setzten (wenn ich nicht sowieso schon lag) weil ich mich so komisch fühlte irgendwie betäubt, mir brach der Schweiß aus und gleichzeitig hatte ich Schüttelfrost und in meinem Mund sammelte sich Speichel und 2x rekte es mich sogar!!

Ich bin der festen Meinung, dass man das Erbrechen bis zu einem gewissen Grad unterdrücken kann, ich konnte es zumindest ich weiß nicht was passiert wäre, hätte ich diesem untrüglichen Gefühl nachgegeben und wäre auf die Toilette gegangen...

Am nächsten Tag nach dem letzten Erlebnis hatte ich allerdings Wasserartigen Durchfall und leichtes Fieber und ich war so müde dass ich ständig schlief. Es war als hätte ich mich übergeben auch nachdem der Übelkeits-Höhepunkt überschritten war, wars so als wäre es passiert plötzlich war die Übelkeit wie weggeblasen...

OedipaPynchon
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Re: Was, wenn es passiert?

Beitragvon OedipaPynchon » 04.09.2013, 18:07

Leider gehöre ich zu denjenigen, die sich fast immer übergeben müssen. Bis es tatsächlich soweit ist, ist es ein langer Kampf. Im Zuge einer Panikattacke wird mein Körper erst durch ein lauwarmes alarmierendes Gefühl durchströmt und genau in diesem Moment weiß ich, dass ich es nicht mehr aufhalten kann. Dann wird alles schlimmer: Schwindel, Schüttelfrost, Schwitzen, Mund wird trocken, Zittern, schnelles Atmen, Arme und Beine werden taub und irgendwann ist alles so unerträglich, dass alles raus muss. Nachdem ich mich einmal übergeben habe, geht das ganze innerhalb von wenigen Minuten von vorne los. Insgesamt dauert es so um die 3 Stunden. Wenn ich dann irgendwann so erschöpft bin, dass ich einschlafe, ist alles vorbei. Das letzte Mal ist es vor 2 Tagen passiert. Jetzt gerade geht es mir auch nicht gut, daher habe ich wieder im Forum gestöbert und versucht mich zu beruhigen.

Auch wenn ich panische Angst vor dem Übergeben habe, habe ich manchmal dennoch das Gefühl, dass es mich erleichtern wird, aber dann hört es nach einem Mal einfach nicht auf. Ich muss mich dann immer so ca. 6 Mal übergeben. Das ist der totale Horror.

Wyluna
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Re: Was, wenn es passiert?

Beitragvon Wyluna » 10.09.2013, 11:27

Tja, auch ich gehöre zu denen, die sich oft übergeben müssen :? D.h. ich habe eigentlich keinen empfindlichen Magen oder so, aber ich stecke mich oft und gerne mit Magen-Darm-Grippe an. Schon als Kind hatte ich das ständig (1-2mal im Jahr mindestens). Als Jugendliche/junge Erwachsene war es besser und jetzt, seit ich Mutter bin , steckt sich meine Kleine (5 J) auch ständig an. Allein in der letzten Saison, also Oktober - März hatte sie es 3mal. Zweimal habe ich mich angesteckt. :shock:
Ich denke, bei mir ist es so, dass die Emo durch dieses ständige Erbrechen so schlimm wurde. Denn ich weiß, wovon ich rede, und ich weiß auch leider, dass es wirklich schlimm ist. Wobei ich sagen muss: das Erbrechen bei einer MDG ist aus meiner Sicht nicht zu vergleichen mit "normalem" Erbrechen. Als ich in der Schwangerschaft mich mal übergeben musste war mir kurz schlecht, dann musste ich mich einmal übergeben und gut wars. Das Übergeben war auch überhaupt nicht schlimm. Bei diesen fiesen MDG ist es dieses stundenlange Quälen, die Übelkeit und das mehrfache, quälende Erbrechen kombiniert mit Durchfall. Davor habe ich panische Angst.
Ich bin seit Januar in Therapie, ob es was gebracht hat werde ich wohl in den nächsten Wochen sehen :D

P.S. Gestern ist eine Kollegin krank gewesen mit MDG; gerade hat sich die 2. deswegen abgemeldet. Super!

Sparkik
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Re: Was, wenn es passiert?

Beitragvon Sparkik » 24.09.2013, 19:28

Ja, es ist mir im Dezember zuletzt passiert und zwar ging in der ganzen Klasse eine Grippe um aber das 1 mal war nicht so schlimm weil ich es aus dem Schlaf herraus gemacht habe aber das 2 und das 3 mal waren auch nicht so schlimm unangenhem halt aber am nächsten Tag ging es mir viel besser

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katzi5
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Re: Was, wenn es passiert?

Beitragvon katzi5 » 17.11.2013, 20:03

Mir ist es das letzte mal vor 8 Jahren passiert und damals war meine Phobie noch nicht soo stark.. das blöde war, das es wohl ne MGD war und mirs die ganze Nacht schlecht ging und ich mich so an die 15 mal übergeben musste :/ ich habe es überlebt, aber grade die Zeit kurz danach war schrecklich, weil ich dachte es passiert nochmal. Bis jetzt hin hatte ich paar Momente wo ich dachte es passiert gleich, aber jedesmal hatte ich Glück gehabt. Selbst bei einer MGD, da war mir soo übel da hätte ich mich am liebsten übergeben damit es aufhört o.O musste aber nie.. und einmal nach einem Autounfall stand ich kurz davor da der Gurt mir auf den Magen gedrückt hat, aber auch da ist letztendlich nix passiert
Entschuldigung, darf ich sie mal kurz zerstören?

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Re: Was, wenn es passiert?

Beitragvon Mutti82 » 17.11.2013, 22:35

Tja, wenn es kommt dann kommt es und danach lebt man trotzdem weiter!
Ich habe auch nicht wirklich Probleme mich selber zu übergeben, drehe nur durch wenn es ander tun!
VG
Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu leben.
"Mark Twain"

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Re: Was, wenn es passiert?

Beitragvon Bekks87 » 13.05.2014, 14:35

Hallo. Ich habe mich vor 3 Tagen zweimal übergeben müssen. Es war so schrecklich für mich, obwohl es mir danach besser ging....naja wie es einem geht, der Durchfall und Erbrechen gleichzeitig erlebt Durchfall ist für mich nie ein Problem gewesen, aber das Erbrechen. Ich bin heute noch krankgeschrieben, weil ich in einem Krankenhaus arbeite und man drei Tage symptomfrei sein soll. Die Zeit für mich jetzt danach ist besonders schlimm. Ich bin traurig und hab Angst und denke ständig an den Vorgang des Erbrechens und dass es wieder passiert. Ich habe z b immer Tabletten gegen Erbrechen dabei, aber die haben mir vor drei Tagen nicht geholfen. Das macht mir Angst. Auch esse ich z b nicht mehr sehr viel

dariusbritt
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Re: Was, wenn es passiert?

Beitragvon dariusbritt » 03.06.2014, 18:57

Ich hab mal eine Frage, die (zumindest halbwegs) zum Thema passt und ich wollte keinen neuen Thread eröffnen.

Gibt es eigentlich richtiges/falsches Verhalten, wenn man sich tatsächlich übergeben muss?

Ich hatte am Sonntag irgendwas MD-technisches (würd nicht sagen MDG, weil der Spuk nach ein paar Stunden 'schon' vorbei war). Ich habe mich zwar nicht übergeben, war aber mehrmals kurz davor. Und DAS war definitiv keine Angst.
Naja jedenfalls habe ich mich so gefragt, ob es eigentlich Dinge gibt, die man besser vermeiden sollte, weil sie die Angst fördern, bzw. etwas, was man tun könnte, um an irgendeiner Stelle weiterzukommen?

Also z.B. hatte meine Therapeutin gesagt, ich sollte üben zuzulassen, Menschen bei mir zu haben, wenn es mir nciht gut geht und ich Angst habe. In der Situation am Sonntag habe ich meine Eltern dermaßen angeschnauzt und angefleht mich doch bitte in Ruhe zu lassen (eben Panikattacken-mäßig; 'lieber bring ich mich um als dass xyz'). Im Nachheinein habe ich dann darüber nachgedacht, ob das so gut war. Aber in der Situation hätte ich wirklich gar nicht die Kraft gehabt, wäre glaube ich sogar handgreiflich geworden, wenn sie mich nicht in Ruhe gelassen hätten. Noch dazu war es eben so, dass ihre Anwesenheit die Beschwerden tatsächlich schlimmer gemacht haben, sehr wahrscheinlich einfach durch den Stress. Denn als sie eine Stunde nach "Anfangen" des Ganzen für ein paar Stunden das Haus verlassen haben (nicht wegen mir, sie hatten sowieso etwas vor), konnte ich mich sogar für ein stündchen schlafen legen und danach ging es mir insgesamt viel besser. Vorher war daran nicht zu denken.

Ich weiß nicht. Eben dadurch, dass relativ viele sagen, dass die Angst kurz nach einem MD-Infekt geringfügig besser war, was bei mir absolut nicht der Fall war, frage ich mich, ob es Verhalten gibt, was die Entwicklung der Angst - entweder ins positive oder ins negative - ünterstützt?


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